Dienstag, 19. März 2019

Zum ersten Mal am Time Square


L. und ich trafen uns zu Beginn
meiner Reise am John-F.-Kennedy-Flughafen bei New York. Nach der Zeitverschiebung von fünf Stunden zwischen Deutschland und New York kam ich spätabends an, nachdem ich abends in Frankfurt los geflogen war. Ich war etwas aufgeregt und freute mich, L. nach fast einem Dreivierteljahr wiederzusehen. Durch die Vorfreude machte sich der Jetlag glücklicherweise auch nicht wirklich bemerkbar. Gemeinsam fuhren wir in unsere Unterkunft in New Jersey, das an Manhattan angrenzt und eine etwas ruhigere Wohngegend darstellt, im Gegensatz zum trubeligen New York.

Tags darauf aßen wir in der Airbnb-Unterkunft Toast mit Erdnussbutter (ich sollte feststellen, dass dies hier zum Frühstück sehr üblich ist) und machten uns auf dem Weg zum Time Square.
Als L. und ich aus Port Authority, dem Busbahnhof, heraustraten und die überall blinkenden Werbeschilder erblickten sowie die ganzen quietschgelben Taxis, konnten wir es kaum fassen. So oft hatte ich Fotos und Filme gesehen, die sich in diesen Straßen abspielten, doch tatsächlich hier zu sein und das Ganze mit eigenen Augen zu sehen, war etwas ganz anderes. Es war ein kühler, etwas nebliger Tag, doch L. und ich störten uns nicht daran. Je mehr wir uns dem Time Square näherten, desto voller wurde die Straße und umso mehr Werbescreens leuchteten uns entgegen. Es wurde für zahlreiche Broadway-Musical wie König der Löwen, Pretty Woman oder Aladdin geworben.  Auf dem Time
Square tummelten sich viele verkleidete Menschen, darunter auch eine Person, die sich als Freiheitsstatue verkleidet hatte, sowie einige im Micky-Maus-Kostüm oder im Superhelden-Outfit. Die amerikanischen Klischees erfüllten sich hier, doch das machte den Reiz des Times Squares aus.

L. und ich gingen in die quietschbunten, sehr gut besuchten Läden, die rund um den Time Square lagen, und sahen uns alles an. Der Disney Store, in dem die einzelnen Abteilungen an die jeweiligen Figuren bzw. bekannten Filme angepasst waren, passte sehr gut zu dem bunten Treiben ringsum, und auch der M&M's-Laden, der mich ein wenig an den Film “Charlie und die Schokoladenfabrik“ erinnerte, hatte etwas für sich. Es fühlte sich an, als würde ich allein vom Ansehen der riesigen M&M's-Behälter einen Zuckerschock bekommen. Zudem gab es viele Fanartikel, Shirts und überdimensional große M&M-Figuren, die zu uns herunterlachten.

Ich empfand den Trubel am Time Square als ziemlich aufregend und berauschend. Egal, was für ein Tag es ist, hier pulsiert das Leben rund um die Uhr. Unterschiedlichste Menschen aus aller Welt tummeln sich hier (die wenigstens davon leben tatsächlich in New York) zwischen den Werbescreens und bunten Geschäften.