Sonntag, 2. März 2025

A trip to Berlin is always a good idea...


Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt hat, wird bereits festgestellt haben, dass M. und ich immer
wieder ganz gern in die deutsche Hauptstadt reisen, um veganes Essen zu schlemmen, tolle Unternehmungen zu machen und Berlin immer wieder aufs Neue zu entdecken. Jedes Mal, wenn wir in Berlin waren, fanden wir wieder neue Dinge, die wir dort erleben wollten. Nach Berlin zu fahren, war jedes Mal toll und auch diesmal konnte mich die Stadt wieder begeistern.

Dieses Mal war es kein klassisches Hotel oder eine Ferienwohnung, in der wir übernachteten: Wir nächtigen im Space Night Hostel, das ganz unter dem Motto Weltraum steht. Die Räumlichkeiten waren blau beleuchtet und die Wände mit Weltraum- und Nordlicht-Animationen angestrahlt. Wir hatten eine weiße Doppelkapsel mit Schiebetür, in der wir schliefen. Als wir in der Licht in der Kapsel ausschalteten, konnten wir sogar eine Art künstlichen Sternenhimmel schwach an der Decke aufleuchten sehen.

Nach der ersten Nacht besuchten wir zuerst die Espressobar, die tatsächlich auch so heißt und als Logo drei Kaffeebohnen besitzt. In den Genuss der veganen Cornetti kamen wir an dem Tag leider nicht, da sie keine vorrätig hatten, doch allein für den guten Kaffee lohnte es sich schon, hinzugehen: Espresso-Liebhaber M. war überzeugt. Danach ging es für uns zu der bunten Ausstellung IKONO, in der es allerdings Räume mit verschiedensten Farb- und Lichtinstallationen zu entdecken gab. Selbst ein Bällebad, wie heutzutage in vielen Ausstellungen zu finden, war vorhanden.

In der REWE-Filiale "Voll pflanzlich" nahe der Warschauer Straße schauten M. und ich während des Trips mehrmals vorbei- das überbackene vegane Käsebrötchen hatte es mir dabei besonders angetan. Der Laden ist für mich eine absolute Wohlfühl-Zone: Ich muss nicht nachsehen, welche Inhaltsstof
fe in den Produkten drin sind, sondern kann mich einfach bedienen. "Würden wir hier wohnen", sagte ich zu M. "Dann würde ich fast täglich hier vorbeischauen". Wenn wir über die Straßenkreuzung bei Rewe-voll pflanzlich gingen, erreichten wir direkt das RAW-Gelände, das sich als ziemlich Streetart-Paradies entpuppte. Hier gibt es eine Disco-Telefonzelle, in der wir 2 Euro einwerfen konnten und ein Lied aussuchen konnten, das bei Partynebel und Discokugel im Inneren der Telefonzelle abgespielt wurde: Das ist die kleinste Disco Berlins und sorgt für ziemlichen Spaß. So viel Spaß, das wir das am nächsten Tag noch einmal wiederholten. Fotostreifen und Videos waren gegen Aufpreis auch möglich.

Auch auf dem RAW-Gelände fand eine Immersive Show statt zum Thema Planeten und Universum, bei der wir in einer Halle auf Sitzsätzen saßen und den an die Wand gestrahlten Sternenhimmel betrachteten- an sich waren ein paar schöne Animationen dabei, jedoch im Vergleich zu Vorstellungen in Planetarien oder anderen immersiven Shows fanden wir diese nicht ganz so aufregend. 

Ein anderes Highlight fand sich jedoch noch auf dem RAW-Gelände, das wir durch Zufall entdecken. M. bestellte sich bei einem veganen Foodtruck mit dem Namen "Wat' is mit vegan" eine pflanzliche Currywurst. Der Betreiber des Stands kam mit uns in Gespräch, während wir an einem der Stehtische in der Februarsonne standen und bot uns einen veganen Ayran mit Mango-Geschmack an. Bisher hatte ich noch keine so guten Erfahrungen mit Ayran-Getränken gesammelt, doch von diesem war ich das erste Mal überzeugt, was ich dem Standbetreiber auch sagte, bevor wir losgingen. "Dann nimm nochmal einen mit für eure Rückfahrt", e
rwiderte der Standbetreiber gut gelaunt und drückte uns einen weiteren Ayran in die Hand. "Ich glaube, ihm macht sein Job wirklich Spaß", sagte ich zu M., während wir das RAW-Gelände verließen.

Zum Abendessen des ersten Tages hatten wir einen Tisch in der veganen Pizzeria Stella Nera reserviert. Der Laden hat ein Konzept, innerhalb dessen im Kollektiv zusammengearbeitet wird. Die Pizza, Pasta und Dolci sind absolut einen Besuch wert. Auch ein Besuch im Sanctuary und zwar der etwas weiter in einer Wohngegend gelegenen Filiale mit Sitzbereich, durfte bei diesem Berlin-Trip nicht fehlen.

Mein kulinarisches Highlight während dieses Trips ereignete sich im veganen Restaurant Dervish. Es war das erste Mal, das M. und ich usbekische Küche kosteten. Ich hatte einen Platz auf Sitzkissen unter einem Baldachin reserviert für die Extra-Portion Flair. Und was soll ich sagen: Es war ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Die Fladen mit gewürzten Soßen und verschiedenen Füllungen war unglaublich lecker und die Atmosphäre des Laden luden zu einem Wohlfühl-Abend ein.

Was wir nächstes Mal in Berlin vorhaben? Das werden wir sehen, bei M. und ich entstehen auf jeden Fall schon wieder neue Ideen...