Als ich abends im Bahnhof Ingersleevgarde eintraf, noch beseelt von dem Sonnenuntergang auf dem Meer, den ich von der Fähre aus beobachten konnte, kam mir Kopenhagen ziemlich bekannt vor. Die Fahrgeschäfte des Tivoli, in denen ich vor zweieinhalb gesessen hatte, ragten neben dem Bahnhof in der Dunkelheit empor. Die Bürgersteige wirkten so sauber, als könnte man vom Boden essen, genau wie ich sie in Erinnerung hatte. Als S. und ich in die fahrerlose Metro stiegen, fand ich es wie auch letztes Mal äußerst faszinierend, von dem vordersten Sitzplatz durch die Glasscheibe in den Bahntunnel zu blicken. "Ein bisschen wie Achternbahnfahren", sprach S. meine Gedanken aus. Innerhalb ihrer Wohnung wurde ich mit einer Girlande aus dänischen Flaggen sowie einem leckeren Curryeintopf begrüßt.
Die Tage danach bekam ich sowohl einen Einblick in S.'s alltägliches Studentenleben sowie in die Ecken der Stadt, in denen ich bisher noch nicht war. Anfang März war es hier im Norden ziemlich kalt und an den meisten Tagen etwas windig, jedoch hatten wir das Glück, dass die Sonne sich nur selten versteckte. Zusammen liefen wir über Nyhavn, die Hafenstraße mit den kunterbunten Häuserfassaden und den Segelbooten im Kanal, das Wasser entlang zum Park an der Langeline. Dort traf ich auch die kleine Meerjungfrau auf ihrem Felsen wieder, die mir eher unspektakulär in Erinnerung geblieben war, war die Bronzestatue doch eher klein und unscheinbar als Wahrzeichen Kopenhagens. Erstaunlicherweise tummelten sich um die Tageszeit weniger Tourist*innen als beim letzten Besuch dort und die Statue wirkte sogar ein bisschen größer, als ich es erinnerte. Es wurde Zeit für ein obligatorisches Meerjungfrau-Foto.
Die Tage danach bekam ich sowohl einen Einblick in S.'s alltägliches Studentenleben sowie in die Ecken der Stadt, in denen ich bisher noch nicht war. Anfang März war es hier im Norden ziemlich kalt und an den meisten Tagen etwas windig, jedoch hatten wir das Glück, dass die Sonne sich nur selten versteckte. Zusammen liefen wir über Nyhavn, die Hafenstraße mit den kunterbunten Häuserfassaden und den Segelbooten im Kanal, das Wasser entlang zum Park an der Langeline. Dort traf ich auch die kleine Meerjungfrau auf ihrem Felsen wieder, die mir eher unspektakulär in Erinnerung geblieben war, war die Bronzestatue doch eher klein und unscheinbar als Wahrzeichen Kopenhagens. Erstaunlicherweise tummelten sich um die Tageszeit weniger Tourist*innen als beim letzten Besuch dort und die Statue wirkte sogar ein bisschen größer, als ich es erinnerte. Es wurde Zeit für ein obligatorisches Meerjungfrau-Foto.
Weiter ging es danach zum nahegelegenen "Kastellet", einem Kastellgelände mit hügeliger Parkfläche und einer roten Windmühle, in dem S. und ich oben auf einem Hügel auf einer Parkbank in der Sonne eine kleine Pause einlegten. Sehr begeistern konnte ich mich für die Windmühle hinter uns, die allzu gut einem Bilderbuch entsprungen sein könnte.
Wie aus einem Bilderbuch oder aus einem Harry-Potter-Roman schien mir auch die Universitätsbibliothek zu sein, zu der mich S. und ihre Studienfreundin nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken führten (hatte ich schon einmal erwähnt, dass Kopenhagen und Kaffee in all den Coffeeshops und schnuckeligen, studentischen Cafés für mich gewissermaßen zusammengehören?). In dem weitläufigen Raum standen Tische und Stühle in Reihen aus dunklem Holz, aufgepeppt durch grüne Lampen. "Da würde ich auch gern lernen, wäre ich hier Studentin", verkündete ich S., nachdem wir auf leisen Sohlen den Raum verlassen hatten. Einen Tag später sollte ich noch einige Räume kennen lernen, über die ich das Gleiche sagen sollte- und zwar innerhalb des Gebäudes, in dem sich S.'s Zimmer befand. Zwar befanden sich die Räume im Keller und waren daher recht dunkel, doch das Design war sehr modern und wirkte wie von einer*m Innenarchitekt*in kreiert, sodass der Platz dennoch sehr besonders zum Sitzen wirkte. Es gab mehrere Hollywoodschaukeln, Polsterlandschaften mit einem Tisch in der Mitte und mehrere mit tropischen Pflanzen aus Plastik versehene Raumtrenner. Auch eine Insel mit einem Kaffeeautomaten gab es in den Räumen. S. und ich verbrachten einen Nachmittag dort unten, wobei sie für die Uni lernte und ich ein Buch las.
In den Tagen danach besuchten wir unter anderem die Schlösser Rosenborg und Christiansborg, die sich mitten in der Stadt befanden. Im Schloss Christiansborg konnten wir, ohne Eintritt zahlen zu müssen, den Fahrstuhl bis zu dem Aussichtspunkt hinauffahren, und einen Rundumblick über die Stadt genießen. Das Schloss Rosenborg sagte mir hingegen von seinem märchenhaften Aussehen am meisten zu, sodass ich im Park davor etwas länger mit S. verweilen konnte. Auch die szeneartigen Ecken wie den asphaltierten Sportpark Superskilen durchquerten wir, der mich mit seinen weiß gestreiften Beton-Hügeln an eine riesige Skaterlandschaft, vielleicht sogar Skaterparadies, erinnerte. Zudem besuchten wir das Elefantentor der Carlsberg-Brauerei, das durch jeweils zwei steinerne Elefanten an den Brückenpfeilern ein kleines Highlight darstellte.
Am letzten Abend meines Trips führte S. mich zu dem Parkdeck Konditaget Lüders, auf dem wir bei strahlend blauen Himmel nicht nur auf das schicke Hafengebiet ringsum blicken konnten. Das Parkdeck hatte etwas zu bieten, das genau meinem Geschmack entsprach: Es war ein Sportpark, ausgestattet mit einer Vielzahl roter Klettergerüsten, Stangen und sogar einem Luftring. "Da kann ich nicht widerstehen", sagte ich zu S. und sie, die mich und meine Hobbys schon lange kennt, schmunzelte, wohlwissend, dass ich als Nächstes in den runden Luftring klettern würde. Danach ließen wir zusammen die Eindrücke des Tages in einer der Hollywood-Schaukeln auf uns wirken und konnten wieder einmal feststellen, wie viel wir in den letzten Tagen insgesamt erlebt hatten.