Meine Freundin F. aus Schulzeiten, die nicht wie ich in Norddeutschland lebt, wählten Interlaken als Ziel unseres Trips. Interlaken ist eine Stadt im Berner Oberland zwischen Brienzer und Thuner See, die besonders dadurch punktet, dass von ihr aus verschiedene lohnende Orte der Bergwelt gut erreichbar sind. F. und ich trafen uns dort in einem kleinen Hotel, das wir zuvor gebucht hatten.
Auf dem Hinweg, kurz bevor ich am Bahnhof Interlaken West ankam, fuhr die Bahn am schon fast kitschig blauen Wasser des Thuner Sees entlang, worüber ich schon ziemlich aus dem Häuschen war. Je länger ich südwärts unterwegs war, desto aufregender wurde die Landschaft, die ich vom Zugfenster aus erspähen konnte. Einige Minuten später zog ich meinen Rollkoffer an den Regenwasserpfützen entlang in Richtung des Hotels und konnte feststellen, dass ich gerade so dem Regenschauer entgangen war, zu dem es kurz davor gekommen war.
F. und ich feierten unser Wiedersehen am gleichen Abend damit, dass wir zur "Höhenmatte" gingen, einer zentral gelegenen Wiese mit wunderschönem Bergblick, unter anderem auf die schneebedeckten Gipfel in der Ferne. Auf einer Bank breiteten wir unser Picknick aus (Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind sehr hoch, weshalb wir hier die meiste Zeit im Supermarkt einkauften) und beobachteten, wie sich hinter der Höhenmatte der Himmel ringsum um die Berge allmählich verfärbte.




