Dienstag, 31. Dezember 2024

Mit dem Zug ins herbstliche Luxemburg

Mit meiner Freundin F. fuhr ich im November in den kleinen Staat Luxemburg, um dort ein verlängertes
Wochenende zu verbringen. Der kleine Staat liegt eingebettet zwischen Deutschland und Frankreich, was sich auch in der dortigen Sprache widerspiegelt. Wie wir schon auf dem Weg zu unserem Airbnb feststellen konnten, bestanden die Straßennamen aus einer Mischung aus Französisch und Deutsch. Neben Luxemburgisch, das selbst nach einem wilden Mix aus eben diesen beiden Sprachen klingt, sind Deutsch und Französisch die offiziellen Amtssprachen des Zwergstaats. Im Café wurden wir auf Deutsch angesprochen, im Supermarkt auf Französisch. Mit beiden Sprachen kamen wir hier ziemlich weit.

Die Hauptstadt Luxemburgs besteht aus einer "Unterstadt", die vorwiegend durch alte Häuser geprägt ist, sowie aus einer modernen "Oberstadt". Zu dem Zeitpunkt, an dem wir da waren, waren die Bäume in bunte Herbstfarben getaucht. Besonders schön anzusehen war dies von dem Aussichtspunkt am Panoramaaufzug, der die Oberstadt mit de Unterstadt verband. Neben dem Fahrstuhl in der Oberstadt befindet sich ein großes gläsernes Panoramafenster mit einem Glass Walk, das mir besonders gefiel und für meinen Geschmack einer der besten Orte von Luxemburg ist.

Im Zentrum konnten wir uns alte Ruinen anschauen, die uns in vergangene Zeiten zurückversetzten und zwischen dem Herbstlaub der Bäume eine märchenhafte Atmosphäre erzeugten. Im unteren Teil der Stadt konnten wir einem Fluss folgen, der Alzette, an deren Ufer eine lilafarbene, moderne Statue einer Meerjungfrau aus dem 3D-Drucker auf uns wartete: Die Melusina. Der Legende nach heiratete die Nixe Melusina den ersten Grafen von Luxemburg im Jahr 963 unter der Bedingung, dass sie jeden Samstag Zeit ungestört für sich habe. Als der Graf irgendwann vor unstillbarer Neugier sein Versprechen bricht und Melusina durchs Schlüsselloch beobachtet, wobei er ihren Fischschwanz in einem Wasserbottich entdeckt, erschrickt sie und verschwindet für immer in den Fluten der Alzette.

Am zweiten Tag unseres Luxemburg-Trips fuhren F. und ich nach La Rochelle, was übersetzt so viel  wie "Kleiner Felsen" bedeutet. Der Name wird dem Ort absolut gerecht, denn nicht nur die Burg dort thronte auf einem Felsen, sondern wir konnten einige Wanderwege finden, die an märchenhaft anmutenden Felsen vorbeiführten. In La Rochelle ging es sehr ruhig auf den Wanderwegen zu. Wir fanden einen kleinen Wasserfall am Wegesrand und konnten ein paar wunderschöne Aussichten in Richtung Burg bestaunen, für die allein sich dieser Trip schon gelohnt hatte.
Von der Luxemburger Hauptstadt kamen wir mit einer etwas längeren Busfahrt dorthin. Der Nahverkehr innerhalb Luxemburg ist übrigens komplett kostenlos, sowohl für Einheimische als auch Tourist*innen. Das habe ich zum ersten Mal in einem anderen Land kennen gelernt und finde dies sehr entspannt, da die Planung und Organisation von Fahrkarten dadurch komplett wegfällt.
Insgesamt fand ich Luxemburg als Kurztrip im Herbst super, um entspannt wandern und spazieren zu gehen, Burgen bzw. Burgruinen anzuschauen und die entspannte Atmosphäre zu genießen.

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