Die Meerluft, die wir nach dem Aufstehen am nächsten Tag einatmeten, war frisch und erinnerte mich bisschen an die Zeit als Kind, in der ich häufiger auf dem Segelboot meines Vaters übernachtet hatte. Wir packten unsere Rucksäcke und brachen nun wieder ins Zentrum von Amsterdam auf. Der Koningsdag war nun wieder Geschichte, nur ein paar Überreste an Müll zeugten davon, dass tags zuvor eine der größten Partys des Landes gefeiert worden waren. Dafür, dass es dabei so wild zugegangen war, hatten die Reinigungskräfte die Lage schnell wieder in den Griff bekommen.
Sonntag, 8. Juni 2025
Unterwegs in der Region Amsterdam
Die Meerluft, die wir nach dem Aufstehen am nächsten Tag einatmeten, war frisch und erinnerte mich bisschen an die Zeit als Kind, in der ich häufiger auf dem Segelboot meines Vaters übernachtet hatte. Wir packten unsere Rucksäcke und brachen nun wieder ins Zentrum von Amsterdam auf. Der Koningsdag war nun wieder Geschichte, nur ein paar Überreste an Müll zeugten davon, dass tags zuvor eine der größten Partys des Landes gefeiert worden waren. Dafür, dass es dabei so wild zugegangen war, hatten die Reinigungskräfte die Lage schnell wieder in den Griff bekommen.
Samstag, 7. Juni 2025
Königstag in Amsterdam: Eskalation in Orange
Zur Tulpenblüte in die Niederlanden
Sehr bekannt für die Tulpenbeete ist der Keukenhof in den Niederlanden, der mir von meinen Recherchen jedoch nicht sehr zusagte. L. und ich buchten stattdessen ein Ticket für "The Tulip Barn", einem für Besucher*innen zugänglichen Tulpenfeld.
Freitag morgens in aller Frühe ging es mit dem ICE und IC mit einem Umstieg in Osnabrück nach Amsterdam Centraal. Die Fahrt verlief sehr unkompliziert, sodass wir noch am Vormittag in Amsterdam ankamen und uns von dort aus entspannt auf den Weg nach Hillegom machen konnten, wo sich mehrere Tulpenfelder befanden. An dem Abend hatte The Tulip Barn, der Tulpenhof, den wir besuchten, sogar länger als an den anderen Tagen geöffnet. Bis zur sogenannten "Golden Hour", an dem das Tulpenfeld durch die untergehende Sonne in ein goldenes Licht getaucht ist.L. und ich bekamen einen Stempel auf den Handrücken gedrückt. Auf diese Weise konnten wir den Tulpenhof zwischendurch verlassen und kamen problemlos jederzeit wieder hinein. Auf dem Tulpenfeld waren verschiedenste Deko-Elemente verteilt, menschengroße Bilderrahmen, Spiegel, Schaukeln und Bänke sowie Stühle, einige hübsche oder witzige Elemente, die das Tulpenerlebnis noch ergänzten. Ein paar Besucher*innen waren außer uns hier unterwegs, doch es wirkte nicht übervoll.
Wir nutzten wenig später die Mittagssonne, um neben einem öffentlich zugänglichem, kleineren Tulpenhof neben "The Tulip Barn" zu picknicken und uns in die Sonne zu legen. Andere liegen am Strand- wir lagen bei einem Tulpenfeld und schwelgten in der Fülle an knalligen Farben. Es war angenehm warm an diesem Tag, sodass ich sogar mein Sommerkleid auspacken und anziehen konnte. Lust auf Frühling ist hier garantiert in Anbetracht der bunten Farben. In einem Zitat heißt es ganz treffend, Tulpen seien die Seele des Frühlings.Zwischendurch konnten wir auf der Straße neben "The Tulip Barn" beobachten, wie die Tulpen durch einen Traktor geerntet wurden - das hatten L. und ich beide zuvor noch nie gesehen und uns bisher auch keine Gedanken darüber gemacht, wie die Tulpe vom Feld in die Vase auf unserem Küchentisch kommt. Nun hatten wir ein paar Erkenntnisse dazugewonnen - auch wie vielfältig Tulpenarten sein können: Spitz zulaufend, mit Füllung, mit geriffelten Kanten und Vieles mehr, wie uns ein Plakat auf "The Tulip Barn" verriet. Ich würde mich nicht als Botanik-Fan oder Gartenfreundin bezeichnen: doch in Hillegom konnte ich durchaus feststellen, dass es ein besonderes Erlebnis war, inmitten der untergehenden Sonne in einem Meer aus knallbunten Tulpen einzutauchen.
Dienstag, 22. April 2025
Bratislava: Kurztrip in die slowakische Hauptstadt
Wien kam mir anders vor seit dem letzten Mal, als ich mit achtzehn Jahren eine Studienfahrt kurz vor meinem Abitur dorthin gemacht hatte. Das war allerdings im Sommer gewesen und ich erinnere mich besonders an den Sonnenuntergang an der Donau, an bunte StreetArt, an geschäftiges Treiben in den sauber gepflegten Straßen und jede Menge Touris in Sommerkleidern und Bubble Tea in der Hand. M. hatte Wien eher als Stadt im Kopf, die sich durch Kaffeehäuser und barocke Architektur auszeichnet. Diese Seiten der Stadt nahm ich diesmal eher wahr, als wir durch das Zentrum liefen und uns etwas zu essen aus dem veganen Supermarkt "Billa Pflanzilla" holten. An den "Rewe-Voll Pflanzlich" in Berlin reichte er meiner Meinung zwar nicht heran, zudem befand er sich direkt neben einem gewöhnlichen Billa, doch ihn einmal kennen zu lernen lohnte sich allemal.
Bratislava begrüßte uns mit hellem Sonnenschein, zugleich war es Anfang März entsprechend kalt.
Am nächsten Tag nahmen wir uns ausführlich Zeit, die Stadt zu erkunden. Es war morgens sehr frisch und die Straßen vor 9 Uhr noch ziemlich leer, doch auch um diese Zeit kam die Sonne schon sehr hervor. M. und ich suchten Cumil auf, die Bronzefigur eines Straßenbauarbeiters, der aus dem Gully kriecht. Bronzefiguren konnten wir im Zentrum einige finden, auf einer Bank oder bei einem Marktplatz in Form eines Mannes, der seinen Zylinder lüpft. Durch das Michaelstor schlenderten wir hinauf zur Burg, von der aus wir einen schönen Blick auf die Stadt hatten.
Besonders gefiel mir die blaue Kirche, die in einer etwas ruhigeren Wohngegend lag und etwas versteckt wirkte. Als wir vor ihr standen, stach sie uns in ihrer hellblauen Farbe als Farbtupfer in der Gegend ins Auge. "Sie sieht aus, als wär sie aus Pappmaché gemacht", bemerkte M.. Tatsächlich wirkte die Kirche gar nicht mal so alt und rustikal, sondern eher, als wär sie einem Zeichentrickfilm entsprungen. Für mich war sie eines der größten Highlights in Bratislava.
Gegen Mittag füllte sich die Innenstadt ein bisschen mehr, es wurde zudem etwas wärmer und mein Magen begann, sich zu melden. M. und ich gingen daraufhin zu einem Laden namens "Made with Leaf", bei dem wir traditionelle slowakische Küche in der veganisierten Variante kosten konnten. Leider war es kein in sich abgeschlossenes veganes Restaurant, sondern ein separater Tresen im Untergeschoss, an dem das vegane Essen ausgegeben wurde, und gegessen wurde zusammen im Restaurant, in dem omnivore Küche serviert wurde.
Eigentlich wollten wir am selben Nachmittag eine Fahrt mit einem Sessellift im Wald erleben, weshalb wir mit dem Bus in das nahegelegene Waldgebiet fuhren. Leider war die Sessellift-Station geschlossen, entgegen der Angabe auf Google Maps. Glücklicherweise war die Stadt nicht so weit entfernt, sodass wir in kurzer Zeit wieder zurück im Zentrum waren.
Abends bei Einbruch der Dunkelheit ging es nochmal in ein rein veganes Café, "Vegan Kiosk", in dem wir zuerst allein an einem Tisch saßen. Während wir einen Chai Latte tranken, entdeckte ich ein paar Kärtchen auf dem Tisch mit Fragen auf Slowakisch. Ich übersetzte sie per Google Translator auf meinem Smartphone und konnte sie M. daraufhin vorlesen. Es waren Fragen unter anderem darüber, was wir an unserem Gegenüber besonders bewundern und wofür wir im Leben am meisten dankbar sind, quasi eine Einladung zum Deep Talk. Obwohl es "nur" ein Cafébesuch in einer fremden Stadt war, ist mir dieser Abend als besonderes Highlight im Kopf geblieben. Anschließend spazierten wir im Dunkeln noch ein wenig durch die Gassen der Altstadt, konnten die angeleuchtete weiße Burg auf dem Hügel bewundern. Wir besuchten zuletzt an diesem Abend ein Einkaufszentrum, in dem - genau richtig für mich- einige Zirkus-Skulpturen wie eine Luftring-Artistin in der Passage ihren Platz an der Decke in schwindelerregender Höhe hatten.Am nächsten Tag stiegen M. und ich in den Zug zurück nachhause, der ca. 12 Stunden lang die komplette Strecke von Bratislava nach Hamburg durchfuhr. Voller Erinnerungen im Kopf ließ ich nun die Landschaft an mir vorbeiziehen, bis wir unseren Heimatbahnhof erreichten.
Sonntag, 2. März 2025
A trip to Berlin is always a good idea...
wieder ganz gern in die deutsche Hauptstadt reisen, um veganes Essen zu schlemmen, tolle Unternehmungen zu machen und Berlin immer wieder aufs Neue zu entdecken. Jedes Mal, wenn wir in Berlin waren, fanden wir wieder neue Dinge, die wir dort erleben wollten. Nach Berlin zu fahren, war jedes Mal toll und auch diesmal konnte mich die Stadt wieder begeistern.
fe in den Produkten drin sind, sondern kann mich einfach bedienen. "Würden wir hier wohnen", sagte ich zu M. "Dann würde ich fast täglich hier vorbeischauen". Wenn wir über die Straßenkreuzung bei Rewe-voll pflanzlich gingen, erreichten wir direkt das RAW-Gelände, das sich als ziemlich Streetart-Paradies entpuppte. Hier gibt es eine Disco-Telefonzelle, in der wir 2 Euro einwerfen konnten und ein Lied aussuchen konnten, das bei Partynebel und Discokugel im Inneren der Telefonzelle abgespielt wurde: Das ist die kleinste Disco Berlins und sorgt für ziemlichen Spaß. So viel Spaß, das wir das am nächsten Tag noch einmal wiederholten. Fotostreifen und Videos waren gegen Aufpreis auch möglich.Auch auf dem RAW-Gelände fand eine Immersive Show statt zum Thema Planeten und Universum, bei der wir in einer Halle auf Sitzsätzen saßen und den an die Wand gestrahlten Sternenhimmel betrachteten- an sich waren ein paar schöne Animationen dabei, jedoch im Vergleich zu Vorstellungen in Planetarien oder anderen immersiven Shows fanden wir diese nicht ganz so aufregend.
Zum Abendessen des ersten Tages hatten wir einen Tisch in der veganen Pizzeria Stella Nera reserviert. Der Laden hat ein Konzept, innerhalb dessen im Kollektiv zusammengearbeitet wird. Die Pizza, Pasta und Dolci sind absolut einen Besuch wert. Auch ein Besuch im Sanctuary und zwar der etwas weiter in einer Wohngegend gelegenen Filiale mit Sitzbereich, durfte bei diesem Berlin-Trip nicht fehlen.
Mein kulinarisches Highlight während dieses Trips ereignete sich im veganen Restaurant Dervish. Es war das erste Mal, das M. und ich usbekische Küche kosteten. Ich hatte einen Platz auf Sitzkissen unter einem Baldachin reserviert für die Extra-Portion Flair. Und was soll ich sagen: Es war ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Die Fladen mit gewürzten Soßen und verschiedenen Füllungen war unglaublich lecker und die Atmosphäre des Laden luden zu einem Wohlfühl-Abend ein.
Was wir nächstes Mal in Berlin vorhaben? Das werden wir sehen, bei M. und ich entstehen auf jeden Fall schon wieder neue Ideen...
Dienstag, 31. Dezember 2024
Weihnachtszeit in den andorranischen Pyrenäen
Schnee sollten wir jedoch auch noch erleben: Mit der längsten Seilbahn Europas fuhren wir den Berg vom Ort Encamp hinauf in die Schneelandschaft der andorranischen Bergwelt. Für mich war diese Seilbahnfahrt die erste, bei der ich mit M. allein eine Gondel teilte. Auf der 25-minütigen Fahrt hatten wir genügend Zeit, das Bergpanorama in uns aufzusaugen. Mir kam der Spruch "Paradise doesn't have to be tropical" in den Sinn, demnach Paradiese nicht zwingend immer tropisch sein müssen. Das Gesicht dieser Erde hat noch einiges mehr zu bieten. Wir stapften beim Gebiet um den Gipfel durch den Schnee, während einige Skifahrer*innen in unserer Nähe herumwuselten, und ließen uns die Sonne, die auf dieser Höhe sehr hell schien, auf die Nasenspitze scheinen. Ein Stück tiefer am Berghang liefen wir wenig später über eine Hängebrücke, die jedoch nicht ganz so hoch war, und spazierten an ein paar einsamen Steinhäusern in traditioneller andorranischer Bauweise vorbei. Dadurch, dass wir Schneehosen anhatten und warm eingepackt waren, froren wir auch nicht so schnell.
Am letzten Tag vor unserer Abreise ging es nach Canillo, einem Ort, der mit typischen andorranischen Steinhäusern im Tal und malerischen Aussichten in den Bergen lockt. Die Hängebrücke, die im Vergleich zu der in Canillo wesentlich höher gespannt war und dementsprechend ein adrenalinreiches Erlebnis zu werden versprach, war wetterbedingt leider geschlossen, weshalb wir sie nur aus der Ferne anschauen konnten. Roc El Quer, einer der bekanntesten Aussichtspunkte war jedoch geöffnet. Wir wanderten die Serpentinen der Straße den Berg hinauf, passierten irgendwann die Schneegrenze und wurden mit der Aussicht auf die Berge belohnt. Von hier aus konnten wir sogar den schlangenlinienartigen Weg zurückverfolgen, den wir bis hierher zurückgelegt hatten. Auf dem Rückweg nahmen wir den wesentlich steileren Fußgänger*innen-Weg an einem Bach entlang, der dementsprechend schneller ging als die Tour bergauf.
Am Abend, als M. und ich gerade aus Canillo zurückgekehrt waren und in unserem Hostelzimmer unser Abendessen zubereiteten, hörten wir plötzlich laute Musik von der Straße her. Uns war sofort klar, dass da draußen irgendetwas los war, wussten nur nicht, was. "Sollen wir kurz rausgehen und nachschauen?", fragte ich. Gesagt, getan. Wir schlüpften in unsere Jacken und gingen die Treppe zum Hinterhof hinaus. Bei der Hauptstraße ein paar Wegbiegungen entfernt erwartete uns eine Weihnachtsparade ganz in Weiß, die mit dem großen Mammut aus Pappmaché wohl unter dem Motto Steinzeit stand. Ein paar weiß gekleidete Tänzer*innen führten ihre Choreographie zu und das Ganze wurde mit einem weißen Konfettiregen abgerundet. Atemlos kehrten wir wenig später in unsere Unterkunft zurück und ich fand, dass das für uns der genau richtige Abschied gewesen war, bevor wir Tags darauf die Heimreise antraten.Mit dem Zug ins herbstliche Luxemburg
Wochenende zu verbringen. Der kleine Staat liegt eingebettet zwischen Deutschland und Frankreich, was sich auch in der dortigen Sprache widerspiegelt. Wie wir schon auf dem Weg zu unserem Airbnb feststellen konnten, bestanden die Straßennamen aus einer Mischung aus Französisch und Deutsch. Neben Luxemburgisch, das selbst nach einem wilden Mix aus eben diesen beiden Sprachen klingt, sind Deutsch und Französisch die offiziellen Amtssprachen des Zwergstaats. Im Café wurden wir auf Deutsch angesprochen, im Supermarkt auf Französisch. Mit beiden Sprachen kamen wir hier ziemlich weit.


















