1. Was ich sehr witzig fand, waren die orangefarbenen, retrohaften Autos, die total zu dem nostalgischen Charme der Stadt passen, auch wenn diese eher für Touristenfahrten ausgelegt sind. Nostalgisch war auch die Tram, die wir einmal benutzen, und die von außen wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Die Tickets dafür kauft man in den kleinen Kiosks am Straßenrand.
2. Die Jerusalem-Synagoge in Prag, auch im Stadtzentrum, ist das farbenprächtigste Gotteshaus, das ich je gesehen habe. A. und ich sind einmal an dem Gebäude vorbeispaziert, das in der kleinen Seitenstraße, in der es liegt, einen ziemlichen Hingucker darstellt.3. Als deutsche Touristinnen mussten wir uns erstmal an die tschechische Sprache gewöhnen, mit der wir bisher noch nie in Berührung gekommen waren. Viele Tschech/innen sprechen auch kein Englisch, weshalb man sich notfalls unterstützend mit Händen und Füßen verständigen kann. Jedenfalls fand ich es sehr interessant, diese Sprache überall zu lesen oder zu hören und zu überlegen, was das bedeuten könnte.
4. Innerhalb Prags waren unsere ausgewählten Plätze alle fußläufig erreichbar, doch in die Stadt waren wir von Deutschland aus mit dem Auto gelangt, was auch meine erste Autoreise (vom Bus einmal abgesehen) in den letzten Jahren darstellte. Diese werde ich so schnell nicht vergessen. Weder A. und ich kennen uns wirklich aus mit tschechischen Parkgesetzten noch Parkzonen und waren überzeugt davon, dass uns nichts Schlimmeres als ein banaler Strafzettel passieren könnte. Falsch gedacht! Als wir aus der Haustür traten, fielen wir beide erstmal aus allen Wolken: Der Platz, an dem das Auto stehen sollte, war leer. Wurde es geklaut, fragten wir uns, oder abgeschleppt? Und jetzt? Bei der Polizei stellte sich heraus, dass es abgeschleppt wurde. Deshalb ist es als Autofahrer/in in Tschechien empfehlenswert, genau darauf zu achten, wo man parkt.
4. A. und ich entdeckten viele historische Gebäude, doch ein Highlight unter den modernen Bauwerken fanden wir auch noch: Das Tanzende Haus. Das Gebäude liegt an der Moldau an einer Straßenkreuzung, nicht weit von der Karlsbrücke entfernt. Abends ist es blau ausgeleuchtet und soll von der Architektur her und den versetzt eingebauten Fenstern an einen Tanz erinnern.5. In der Nationalbibliothek gibt es ein kleines Bücher-Highlight, das mich an die Libreria Acqua Alta in Venedig erinnerte, nur in moderner und geometrischer Weise. Am Eingang der Bibliothek steht ein kreisförmiger Bücherturm, der aus unzähligen Büchern errichtet ist. A. und ich nutzten den Platz, um ein paar Schnappschnüsse zu machen.











