Sonntag, 6. September 2020

Das Europaviertel

Schon am ersten Abend bei unserer Ankunft in Straßburg konnten M. und ich die hochmodernen Straßenbahnen in Straßburg entdecken, die eigentlich so gar nicht zu den charmanten Altstadtbauten passten. Die Straßenbahn war größtenteils gläsern und sah so aus, als würde sie über die Straße schweben. Mit den windschiefen, altertümlichen Häusern dahinter sah dies sehr witzig aus.

Einen weiteren Kontrast konnten wir in dem Europaviertel Straßburgs ausfindig machen.

Dort befinden sich der Europäische Gerichtshof und das Europa-Parlament. M. und ich liefen dafür von unserer Unterkunft zu Fuß dorthin und durchquerten dabei eine lange Straße, in der sich ein Konsulat an das andere reihte. Darunter befand sich beispielsweise die russische Botschaft.

Rund um das Europa-Parlament gab es noch ein paar Spots zu entdecken. Sogar ein Stückchen Berliner Mauer mit einem französischen Schriftzug konnten wir durch die Stäbe eines Zauns erkennen. 

Zudem gab es Skulpturen zur Erklärung der Menschenrechte durch Europa und Wandtafeln, auf denen die Grundsätze Europas auf Französisch und auf Englisch aufgelistet waren. 

Als wir das Europa-Parlament ein Stück umrundet hatten und in eine Straße mit farblich einheitlichen Wohnhäusern einbogen, bot sich uns wieder ein kontrastreiches Bild, das M. sogleich mit seiner Handykamera festhielt: Wenn man zwischen den terrakottafarbenen Wohnhäusern und deren Grundstücken hindurchsah, ragte dahinter das gläserne Europa-Parlament auf. Es kam uns so vor, als prallten zwei Welten aufeinander.

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