Es waren hier schon mehr Tourist*innen als in Vietri sul Mare, insbesondere in Sommerkleidern mit Zitronenmustern, doch es war immer noch nicht voll Ende Mai. Der Dom von Amalfi befand sich im Zentrum und wies eine imposante Treppe vor sich auf. Drumherum befanden sich jede Mange Läden, die Lebensmittel und andere Artikel verkauften, die alle im Zeichen der Zitrone standen.
Es wurden auch Zitronen verkauft, die handtellergroß oder fast so groß wie ein Fußball waren. "Sollen wir solch eine mitnehmen?", fragte ich M. und zeigte auf eine der ganz großen, knubbeligen Zitronen. "Können wir machen, doch dann müssen wir zusehen, wie wir sie verbrauchen", merkte M. an. Daher entschieden wir uns auf dem Rückweg für eines der kleinen Exemplare, die immer noch das dreifache an Größe der deutschen Zitronen aufwiesen.Hinter dem Örtchen Amalfi wartete noch ein Ausflugsziel in der Natur auf uns: Valle delle Ferriere. Daher durchquerten wir die Stadt und erklommen den Berg. Bevor wir ganz in die Natur eintauchten, kehrten wir noch spontan auf der Aussichtsterrasse bei einer Nonna, einer freundlichen, älteren Gastgeberin ein, bei der wir einen Zitronensaft und einen Caffé trinken konnten.Im Naturpark "Valle de Ferriere", wandelten wir unter grünem Blätterdach durch die Natur, während zu unseren Füßen jede Menge Salamander entlang huschten. Für 5 Euro Eintrittsgeld konnten wir ein kleines Naturreservat mit zwei bis drei Wasserfällen besichtigen, in das von einem Wärter am Eingang gelassen wurden. Das Geld wurde darin investiert, die Natur zu schützen und das Gebiet zu pflegen. Der Radius war nicht sehr groß und die Wasserfälle nicht überwältigend groß, doch einen Hauch Wildnis hatte das Ganze trotzdem. Es gab darunter einen moosbewachsenen Wasserfall, der über einen Felsvorsprung rann und wie eine Dusche anmutete
Auf dem Rückweg nach Amalfi gelangten M. und ich versehentlich auf einen anderen Pfad, was sich jedoch als Glück erwies, da hier noch ein anderer Wasserfall vor sich hin plätscherte: Dieser gefiel mir sogar noch besser als die, die zuvor im Naturreservat gesehen hatten.Sobald wir Amalfi wieder erreicht hatten, entlud sich ein Platzregen über uns.Anschließend liefen wir die Amalfitana, die Küstenstraße, die sich zwischen den Bergen und dem Meer die gesamte Amalfiküste lang schlängelt, zum Ort Atrani hinüber. Atrani ist zwar nur einen Spaziergang von Amalfi entfernt, doch wesentlich weniger touristisch. Wir bekamen einen ersten Eindruck, bei dem es jedoch nicht bleiben wird: M. und ich planen, Weihnachten dieses Jahr dort zu verbringen, wo es ein großes Feuerwerk geben wird.




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