Freitag, 22. August 2025

Unterwegs auf dem Limonenpfad

Rund um die Amalfiküste gibt es auch einige Wanderwege, die zwischen Zitronenplantagen entlang führen. Als M. und ich zum Valle di Ferrerie hinaufstiegen, bekamen wir schon die eine oder andere Zitronenplantage zu Gesicht und konnten eine Limonade trinken. Nun wollten wir uns noch den Sentiere di Limoni vornehmen, dessen Name bereits verrät, dass Zitronen hierbei das Programm sind.

Mit der Fähre ging es hinüber in den Ort Minori, in dem entspanntes morgendliches Treiben auf den Straßen herrschte.
Von hier aus wanderten wir den Limonenpfad über den Berg hinüber zu dem benachbarten Ort Maiori. Einige Katzen begrüßten uns und strichen uns um die Beine, als wir bei einem Aussichtspunkt auf Minori eine Pause einlegten. In der Sonne wurde
es nach und nach wärmer, doch war die ganze Zeit angenehm, zudem spendeten die Zitronenhaine auf dem Weg ringsum immer mal wieder Schatten und teilweise konnten wir sogar unter einem Dach aus Zitronen entlang laufen.

M. und ich passierten ein paar Cafés zur Einkehr, doch irgendwann kamen wir an einem vorbei, das uns sofort begeisterte und genau dem entsprach, was ich mir gewünscht hatte: Einen Zitronengarten auf dem Berg, in dem wir unter Zitronenbäume eine ungesüßte Zitronenlimonade schlürfen konnten, mit ein wenig Blick aufs Meer an der Seite. M. und ich wurde uns klar, dass dies hier eines der Highlights zum Abschluss dies
er Reise war. Ich klappte noch meine neueste Lektüre "Unter dem Limonenhimmel" aus und hatte das Gefühl, gerade am genau richtigen Platz zu sein.

Nachdem M. und ich noch ein Stück gelaufen waren und das Ende des Limonenpfads schon in Sicht war, beschlossen wir, doch noch einmal umzukehren und uns eine weitere Zitronenlimonade in dem Garten zu gönnen. Die Gastronomin im Zitronengarten grinste uns freudig an, als wir zum zweiten Mal erschienen und um eine weitere Zitronenlimonade baten. "Ich bin Antonella", stellte sie sich uns auf Englisch vor, sichtlich erfreut über unsere Rückkehr.

Nach diesem Erlebnis stand unsere Ankunft in Maiori an. Wir konnten direkt an der schmucken Domkuppel mit den schuppenförmigen Ziegeln vorbeilaufen, die in der Sonne ockerfarben und grün leuchteten. Maiori wirkte wesentlich größer als die Orte und besitzt zudem eine lange Strandpromenade, weshalb es auch als der Strandort der Amalfiküste gilt. An der Strandpromenade fanden wir einen Eiswagen, an dem M. sich eine Granita kaufen konnte. Nach ein wenig Schlendern durch den Ort deckten wir uns mit ein paar kleinen Flaschen Limoncello ein, die wir als Mitbringsel nach Deutschland mitnehmen wollten. 

M. hatte auch den Plan gefasst, den ersten Limoncello seines Lebens an der Amalfiküste zu trinken. Diesen setzte er dann am gleichen Abend auf der Terrasse unserer Unterkunft um, nachdem wir mit der Fähre nach Vietri sul Mare zurückgefahren und den Berg nach Raito erneut erklommen hatten. Draußen konnten wir unseren letzten Abend nach diesem wunderschönen Tag ausklingen lassen, bis sich der Himmel rötlich färbte. 

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