Ich habe im Flughafen von Dubai, als wir auf dem Weg nach Deutschland waren, noch einmal zusammengetragen, was wir in unserer letzten Woche in Hongkong gelernt haben.
1. Hongkong besteht aus mehreren Inseln, von denen einige wunderschöne Natur bieten. Man kann sogar wandern gehen, wer hätte das gedacht! Oder in Naturpools am Wasserfall baden.
2. Der Kontrast im Zentrum Hongkongs zwischen Edelvierteln mit Prada- und Vuittonläden und der angrenzenden Downtown, zu der auch die Temple Street gehört und wo viele Verkäufer ihre Ware am Straßenrand anbieten, ist wirklich extrem.
3. Den Bubble Tea oder Tea mit Tapioka-Perlen hier sollte man sich nicht entgehen lassen.Ich jedenfalls fühlte mich königlich, als ich mit dem leckeren Getränk in der Hand durch Hongkong spazierte.
4. Auf vielen Straßenmärkten, mal abgesehen von denen in Mon Kok, wird häufig alle paar Stände das Gleiche angeboten. Wer an den ersten sechs Ständen nichts findet, wird es danach wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem ist es spannend, die Marktatmosphäre mitzuerleben.
5. Auf Lantau Island gibt es wilde Kühe (die ich schon mal erwähnt habe), die niemandem gehören und nach der Schließung einer Farm einfach frei gelassen wurden. Daher ist es auch völlig normal, abends an der Bushaltestelle bzw. am Strand auf ein paar braune Kühe zu treffen.
6. In der Innenstadt gibt es Unmengen von Menschen und das Treiben auf den Straßen oder in den Shopping Malls ist oft hektisch. Wer das nicht so mag, wird sich auf Lantau Island wohlfühlen.
7. Die Delfine von Lantau Island sind tatsächlich rosa.
8. Der Giant Buddha ist noch viel schöner und beeindruckender, als ich ihn mir vorher vorgestellt habe.
9. Insider Tipps, wie wir sie von M. und L. bekommen haben, sind viel besser als das, was auf den Touri-Seiten im Internet angeboten wird (Auf diese Weise konnte ich meine Delfintour doch noch machen, ohne zu viel Geld loszuwerden).
10. Die Aussicht vom Mandarin Hotel im 25. Stock ist wirklich atemberaubend!
Samstag, 31. Oktober 2015
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Wasserfontänen in der Stadt
Dienstag, 27. Oktober 2015
No bag, please!
Spätestens, nachdem ich bei L. im Haus einen Kurzfilm darüber gesehen habe, wie sie aus Plastikmüll am Strand künstlerische Installationen kreiert, möchte ich zu dem Thema auch etwas schreiben. Während meiner Reise habe ich festgestellt, dass es in Asien den Leuten an der Kasse vollkommen fremd ist, wenn man auf die Plastiktüte verzichten möchte. In Singapur in einem Gebäckladen beobachtete ich fast schon schockiert, wie die Kassierin jedes einzelne Gebäckstück in eine extra Plastiktüte packte und all die kleinen gefüllten Plastiktüten dann noch einmal in eine große Plastiktüte legte. “Was für eine Umweltsünde!“, schoss es mir durch den Kopf. Künftig rief ich den Kassierern ein energisches “No bag, please!“, entgegen, wenn ich schnell genug war und mir die Tüte nicht schon in Sekundenschnelle in die Hand gedrückt wurde. K. und ich waren eigentlich immer mit Rucksack bzw. Handtasche unterwegs, weshalb Plastiktüten wirklich überflüssig für uns waren. Ich denke, ein Problem ist dabei auch, dass Plastiktüten zu selbstverständlich sind. Sie kosten nichts; die Verkäufer drücken sie einem in die Hand, bevor man überhaupt Zeit hat, darüber nachzudenken. Würden sie etwas kosten, würde bei manchem Verbraucher viel eher die Frage auftauchen: Warum nehme ich nicht ganz einfach meine eigene Tasche zum Einkaufen mit?
In Japan, wo K. und ich meistens im Supermarkt einkaufen gingen, wurde alles Mögliche mehrfach eingepackt, z.B. Schokoriegel einzeln verpackt in einer großen Tüte oder Obst, das an der Kasse noch extra verpackt wird. Abends in der Unterkunft sah ich all das Plastik in der verschnürten Mülltüte: Irgendwie ein trauriger Anblick.
In Hongkong ist es unter anderem der Bubble Tea, der viel Plastik verursacht. Die Idee von L., die angeschweißte Plastikfolie über dem Bubble Tea einfach nach dem Austrinken abzunehmen und den Plastikbecher erneut zu verwenden, kam mir daher sehr entgegen. “Das Umweltbewusstsein schreitet hier aber allmählich auch voran“, erzählte L. mir. “Es wird mit der Zeit!“ Eine gute Nachricht, wie ich finde.
In Japan, wo K. und ich meistens im Supermarkt einkaufen gingen, wurde alles Mögliche mehrfach eingepackt, z.B. Schokoriegel einzeln verpackt in einer großen Tüte oder Obst, das an der Kasse noch extra verpackt wird. Abends in der Unterkunft sah ich all das Plastik in der verschnürten Mülltüte: Irgendwie ein trauriger Anblick.
In Hongkong ist es unter anderem der Bubble Tea, der viel Plastik verursacht. Die Idee von L., die angeschweißte Plastikfolie über dem Bubble Tea einfach nach dem Austrinken abzunehmen und den Plastikbecher erneut zu verwenden, kam mir daher sehr entgegen. “Das Umweltbewusstsein schreitet hier aber allmählich auch voran“, erzählte L. mir. “Es wird mit der Zeit!“ Eine gute Nachricht, wie ich finde.
Montag, 26. Oktober 2015
Die Skyline
Sehr berühmt ist die Skyline von Hongkong, bei der die Wolkenkratzer der asiatischen Metropole in zig Lichtern erstrahlen. Jeden Abend pünktlich um 20 Uhr gibt es eine kleine Lichtershow, bei der die Gebäude bunt aufleuchten. Am besten ist es dabei, wenn man wie ich am anderen Ufer steht und die Spiegelung im Wasser sehen kann.
Samstag, 24. Oktober 2015
Zu Gast in Asien
Während unserer Reise durch Asien sind K. und ich in den verschiedensten Unterkünften untergekommen. Manchmal waren wir für uns, wie in dem thailändischen Bungalow oder dem japanischen Gartenhaus, manchmal wohnten wir mit anderen Menschen zusammen, wie es auch jetzt in Hongkong der Fall ist. In Singapur wohnten wir für eine Woche bei N. in seiner WG, die ich über die Website Airbnb ausfindig gemacht hatte. N. war sehr gastfreundlich und kochte gern für uns alle. Abends saßen wir meistens bis spät noch mit allen WG-Mitgliedern am Tisch, und aßen asiatische Gerichte, wobei es immer ziemlich lustig zuging.
Anschließend zogen K. und ich zu A. in den 13. Stock eines Wolkenkratzers. A. hatte ich über www.couchsurfing.com kontaktiert und war darüber erstaunt, wie viele Sprachen er beherrschte. Neben Englisch, Chinesisch und Deutsch, was uns auch zugute kam, noch einige weitere. Am letzten Abend in Singapur machte ich Bratkartoffeln für uns, weil ich wusste, dass A. deutsches Essen vermisst. Seine Mutter half mir dabei und zeigte mir sehr geduldig, wie man den Gasherd anschaltet. Es gibt ja Leute, die sich nicht vorstellen können, dass so ein System wie Couchsurfing funktioniert, ganz ohne Geld, basierend nur auf Vertrauen. Ich kann nur sagen: Es funktioniert. Und es ist eine gute Möglichkeit, überall auf der Welt Menschen kennen zu lernen.
Besonders Glück hatten wir in Hongkong, wo wir jetzt bei M. und L. in einem niedlichem Haus auf Lantau Island übernachten können. Obwohl ich die beiden vorher kaum persönlich kannte, erklärten sie sich bereit, uns aufzunehmen. L. macht das leckerste vegane Fruchteis mit Kokosmilch, das ich bisher gegessen habe. Ich bin sicher, uns würde einiges entgehen, ohne die Insider-Tipps der beiden und ihre Gastfreundschaft.
Es ist eine tolle Sache, nicht bei sich zuhause, sondern auch auf der anderen Seite der Welt Freunde zu haben. Auf diese Weise kann man die Orte nicht nur von der touristischen Seite kennen lernen, sondern erhält direkten Einblick in das Leben eines Einheimischen. Dazu gehören auch die Sprachen, die man hört, die Lebensweise und die Kultur.
Auf meiner Reise konnte ich, was die Gastfreundschaft anderer Menschen in anderen Ländern, angeht, demnach viel Positives erleben.
Anschließend zogen K. und ich zu A. in den 13. Stock eines Wolkenkratzers. A. hatte ich über www.couchsurfing.com kontaktiert und war darüber erstaunt, wie viele Sprachen er beherrschte. Neben Englisch, Chinesisch und Deutsch, was uns auch zugute kam, noch einige weitere. Am letzten Abend in Singapur machte ich Bratkartoffeln für uns, weil ich wusste, dass A. deutsches Essen vermisst. Seine Mutter half mir dabei und zeigte mir sehr geduldig, wie man den Gasherd anschaltet. Es gibt ja Leute, die sich nicht vorstellen können, dass so ein System wie Couchsurfing funktioniert, ganz ohne Geld, basierend nur auf Vertrauen. Ich kann nur sagen: Es funktioniert. Und es ist eine gute Möglichkeit, überall auf der Welt Menschen kennen zu lernen.
Besonders Glück hatten wir in Hongkong, wo wir jetzt bei M. und L. in einem niedlichem Haus auf Lantau Island übernachten können. Obwohl ich die beiden vorher kaum persönlich kannte, erklärten sie sich bereit, uns aufzunehmen. L. macht das leckerste vegane Fruchteis mit Kokosmilch, das ich bisher gegessen habe. Ich bin sicher, uns würde einiges entgehen, ohne die Insider-Tipps der beiden und ihre Gastfreundschaft.
Es ist eine tolle Sache, nicht bei sich zuhause, sondern auch auf der anderen Seite der Welt Freunde zu haben. Auf diese Weise kann man die Orte nicht nur von der touristischen Seite kennen lernen, sondern erhält direkten Einblick in das Leben eines Einheimischen. Dazu gehören auch die Sprachen, die man hört, die Lebensweise und die Kultur.
Auf meiner Reise konnte ich, was die Gastfreundschaft anderer Menschen in anderen Ländern, angeht, demnach viel Positives erleben.
Lantau Island
Einen schöneren Ort in Hongkong zum Wohnen
hätten wir wahrscheinlich nicht finden können: Lantau Island. Dort haben M. und L., Bekannte von meiner Familie, ein Haus, in dem K. und ich unterkommen durften.
Der Strand, der sich gegenüber vom Haus befindet, ist wunderschön und lässt mich nach einem Trip durch die City zur Ruhe kommen. Zudem ist die Insel voller Hügel, die bewaldet und von Pflanzen bewachsen sind. Auf einem davon hat Giant Buddha, die weltweit größte Buddhastatue aus Kupfer, seinen Platz. Als K. und ich aus dem Bus steigen, sehen wir ihn schon, wie er erhaben und mit gütigem Gesichtsausdruck übers Land blickt. Im Inneren des Buddhas können K. und ich Blumen aus Kristall bewundern, die angeblich aus den Knochen der verstorbenen Mönche entstanden sind. Etwas, das besonders K. sehr faszinierend findet, als wir vor der Glaswand stehen, um den Schatz zu betrachten.
Draußen treffen wir auf eine braune Kuh, die wie selbstverständlich über den Platz zwischen Buddha und den Tempeln schreitet. Das ist etwas, was ich auf Lantau Island inzwischen schon häufig gesehen habe: Freilaufende Kühe. Am Strand, auf der Straße, an der Bushaltestelle, im Gebüsch. Das scheint hier üblich zu sein.
Lantau Island ist der perfekte Ausgleich zum pulsierenden Zentrum von Hongkong, finde ich, und bietet an sich einen wunderschönen Platz direkt an dieser Stadt.
hätten wir wahrscheinlich nicht finden können: Lantau Island. Dort haben M. und L., Bekannte von meiner Familie, ein Haus, in dem K. und ich unterkommen durften.
Der Strand, der sich gegenüber vom Haus befindet, ist wunderschön und lässt mich nach einem Trip durch die City zur Ruhe kommen. Zudem ist die Insel voller Hügel, die bewaldet und von Pflanzen bewachsen sind. Auf einem davon hat Giant Buddha, die weltweit größte Buddhastatue aus Kupfer, seinen Platz. Als K. und ich aus dem Bus steigen, sehen wir ihn schon, wie er erhaben und mit gütigem Gesichtsausdruck übers Land blickt. Im Inneren des Buddhas können K. und ich Blumen aus Kristall bewundern, die angeblich aus den Knochen der verstorbenen Mönche entstanden sind. Etwas, das besonders K. sehr faszinierend findet, als wir vor der Glaswand stehen, um den Schatz zu betrachten.
Draußen treffen wir auf eine braune Kuh, die wie selbstverständlich über den Platz zwischen Buddha und den Tempeln schreitet. Das ist etwas, was ich auf Lantau Island inzwischen schon häufig gesehen habe: Freilaufende Kühe. Am Strand, auf der Straße, an der Bushaltestelle, im Gebüsch. Das scheint hier üblich zu sein.
Lantau Island ist der perfekte Ausgleich zum pulsierenden Zentrum von Hongkong, finde ich, und bietet an sich einen wunderschönen Platz direkt an dieser Stadt.
Hongkong
Hongkong ist eine Wucht. Schon am ersten Tag in der City spürte ich das schnelle Tempo, mit dem hier alles voranschreitet. Der MTR-Bahnhof war allein schon riesig, wobei sich Ströme von Menschen durch die Halle in Richtung Ausgang bewegten. K. und ich erreichten als Erstes in die Ecke, in der sich Prada & Co tummelten. Dort befand sich auch das luxuriöse Mandarin Hotel, in dem wir die 25 Stockwerke mit dem Fahrstuhl hochfuhren, um einmal die grandiose Aussicht zu sehen. (Stockwerk Nr.13 gab es dabei nicht). Lange bleiben konnten wir allerdings nicht, weil die Kellnerin im Business-Anzug der Meinung war, dass K. und ich nicht der Situation angemessen gekleidet waren. Ich schoss mit dem Handy noch schnell ein paar Bilder, dann verschwanden wir wieder.
Doch nur einen kleines Stück entfernt, dort, wo sich die Temple Street befand, sah Hongkong schon wieder ganz anders aus: Eher dreckige Straßen, Straßenmärkte und generelle eine andere Preisklasse waren hier zu finden. Bei Einbruch der Dunkelheit schlenderten wir über den Temple Street Night Marketing, auf dem allerhand gefälschte Markenartikel, Kleidung und Accessoires verkauft wurden. Handeln kann man hier immer. K. schaffte es z. B., für mich eine Handtasche auf einen guten Preis herunter zu handeln.
Hongkong hat insgesamt eine Menge zu bieten, weshalb ich hier noch einiges vorhabe. Wenn man hier ist, muss man sich allerdings an das schnelle Tempo, die Menschenmassen und den Trubel gewöhnen. Sonst kann es passieren, dass man sich vielleicht verloren oder erdrückt von dieser Megacity fühlt. Wer aber dafür offen ist, kann auf jeden Fall eine spannende Zeit hier verbringen.
Doch nur einen kleines Stück entfernt, dort, wo sich die Temple Street befand, sah Hongkong schon wieder ganz anders aus: Eher dreckige Straßen, Straßenmärkte und generelle eine andere Preisklasse waren hier zu finden. Bei Einbruch der Dunkelheit schlenderten wir über den Temple Street Night Marketing, auf dem allerhand gefälschte Markenartikel, Kleidung und Accessoires verkauft wurden. Handeln kann man hier immer. K. schaffte es z. B., für mich eine Handtasche auf einen guten Preis herunter zu handeln.
Hongkong hat insgesamt eine Menge zu bieten, weshalb ich hier noch einiges vorhabe. Wenn man hier ist, muss man sich allerdings an das schnelle Tempo, die Menschenmassen und den Trubel gewöhnen. Sonst kann es passieren, dass man sich vielleicht verloren oder erdrückt von dieser Megacity fühlt. Wer aber dafür offen ist, kann auf jeden Fall eine spannende Zeit hier verbringen.
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