J. und ich verbrachten neun Tage in einem Hotel in einer Bucht, eingerahmt von bergiger Landschaft. Vom Flughafen in Heraklion ging es am Abend der Ankunft mit dem Transfer durch die Berge, immer am Meer entlang. Wir blickten aus dem Fenster und konnten zwischendurch immer wieder einen Blick auf die untergehende Sonne erhaschen, die gerade im Meer versank. Spätestens ab dem Moment freuten wir uns, da zu sein. In Bali selbst hatten wir Glück mit unserem Zimmer: J. fragte den Hotelbesitzer, der sich als G. vorstellte und den Betrieb mit seinem Bruder und Familie führte, ob wir ein Zimmer mit Meerblick bekämen. Daraufhin bekamen wir tatsächlich eines: Wenn J. und ich auf die Terrasse hinaustraten, konnten wir zu den Bergen hinübersehen und hatten die Bucht im Blick, in der auch der Hafen und unser Strand lagen.
Die Tage darauf hielt ich mich gern auf der Terrasse auf und genoss die Aussicht.Wenn ich mit meinem Freund M. in Deutschland telefonierte, konnte er nun regelmäßig das Vogelgezwitscher im Hintergrund hören - und dazu lustigerweise auch das Plätschern des hoteleigenen Pools neben der Terrasse.
Abends setzte ich mich auch gern hinaus, wenn die Luft angenehm warm war und die Lichter Balis leuchteten, während am Himmel manchmal die Sterne zu sehen waren.
Wir gingen fast täglich zum Strand und kühlten uns im Wasser von der Hitze ab. Dabei waren wir nicht die einzigen; schnell konnten wir feststellen, dass sich der Strand großer Beliebtheit erfreute. Zuerst musste ich mich daran gewöhnen, den Strand mit vielen anderen zu teilen - was wahrscheinlich daran lag, dass ich auf vielen meiner Reisen einsame Strände kennen gelernt hatte, wie beispielsweise Maranatha Beach in Ada Foah, Ghana, oder den Strand auf der Insel Ko Yao Noi in Thailand. Nach einiger Zeit gewöhnte ich mich etwas bunte Treiben am Strand. Ich fand Gefallen daran, an den Felsen entlang zu schwimmen, mit den Füßen durch die Brandung zu laufen und ins kühle Nass einzutauchen.J. und ich freuten uns in Bali, das wir nach langer Zeit wieder einen Strandurlaub geplant hatten - da wir beide Strände und das Meer sehr mögen. Strandurlauber sind auf Kreta gut aufgehoben- aber nicht nur Strandurlauber: Auch Menschen, die Berge und mediterrane Gefilde schätzen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen