Insgesamt hatten S. und ich Tage in Venedig verbracht, die wir so schnell nicht vergessen werden. Manchmal waren wir einfach nur stundenlang durch die Gassen spaziert und hatten eine Brücke nach der anderen überquert. Einmal sogar eine Brücke ohne Geländer, was in dieser Stadt nur selten zu finden ist.Und manchmal setzten wir uns einfach an den Kanal und tunkten nach einem langen Fußmarsch unsere Füße in das kalte Wasser, während die Vaporetto-Wasserbusse und Wassertaxis an uns vorbeirauschten. Wir kamen an vielen Gewürzmärkten vorbei und an Marktständen, die Pasta in unterschiedlichsten Formen darboten.
Millionen Tourist/innen wollen nach Venedig und das hat auch seinen Grund, wie wir feststellen konnten.

Der Andrang ist so groß, dass innerhalb der Stadt mit der Kampagne "EnjoyRespectVenice" geworben wird und der Hashtag auf sozialen Medien geteilt wird, der darauf aufmerksam machen soll, dass der Charme der Stadt nicht durch das unachtsame Verhalten von Touristen zerstört wird. Die Kampagne legt den Besucher/innen der Stadt ans Herz, nicht zu lange auf den beliebten Brücken zu verweilen, zum Fotografieren etwa, um eine Verstopfung der dieser zu verhindern. Zudem empfiehlt sie, nicht nur die ausgetretenen touristischen Pfade zu nehmen, sondern auch mal in die weniger belebten Seitengassen zu spazieren. Dies lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall, da dies die Chance bietet, auch Ecken wie die Libreria Acqua Alta zu entdecken.
Auf Fahrradfahren und Schwimmen in den Kanälen sollte ebenfalls verzichtet werden, was zeigt, dass dies offenbar nicht immer eine Selbstverständlichkeit darstellt, wie man vielleicht zuerst denken würde. Meiner Meinung nach lohnt sich, Venedig zu sehen; die Stadt kann einem viel geben, und dementsprechend ist es nur fair, ihr Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen, damit ihre Schönheit und ihre Magie die nächsten Jahrzehnte überdauern können.

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