Ohne seine Gondeln wäre Venedig nicht das, was es ist. Überall in der Stadt sind die an den Enden spitz verlaufenden Boote mit ein oder zwei stehenden Gondolieren dabei zu beobachten, wie sie durch die Kanäle fahren. Meistens sind es Tourist/innen, die sich in den roten Samtsitzen räkeln. Und diese sind offensichtlich bereit, achtzig bis hundert Euro auf den Tisch bzw. in die Hand des Gondolieres zu legen, um sich eine halbe Stunde Fahrt zu gönnen, nach dem Motto: Einmal im Leben kann man das machen.Überhaupt macht es die Stadt sehr besonders, dass hier keine Autos unterwegs sind, sondern sich nur zu Fuß oder mit Booten fortbewegt wird.
Selbst Polizei und Sanitäter sind mit Booten, in der Regel wohl Motorbooten, unterwegs, wie S. und ich häufiger beobachten konnten. Wir stellten auch Überlegungen an, wie häufig es hier wohl passierte, dass jemand über Bord ging. S. und ich hatten auch Interesse an einer Gondelfahrt, jedoch nicht so sehr, dass wir als Low-Budget-Reisende so viel Geld dafür ausgeben würden. Deshalb entschieden wir uns für eine andere Variante der Gondelfahrt: Die Triaghetto Gondelfähre. Als wir vom Markusplatz aus das Wasser in Richtung Rialtobrücke entlang liefen, gelangten wir zu einem Anleger, von dem aus wir mit einer Gondel von einem Ufer des Canale grande zum anderen hinübergebracht wurden.
Außer S. und mir sowie den beiden Gondolieren - an jedem Ende einer- war die Gondel leer. Für diese Fahrt, die fünf Minuten dauerte, zahlten wir pro Person nur zwei Euro und konnten trotzdem echtes venezianisches Gondelfeeling erleben, direkt auf dem Canale Grande.
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