Die bekannte Kathedrale von Florenz, der Duomo, war so weiß, dass er geradezu im Dunkeln leuchtete. Kurz zogen wir in Erwägung, die Kuppel zu besichtigen, doch wie wir am folgenden Tag mit eigenen Augen sehen konnten, befand sich eine sehr lange Schlange vor dem Bauwerk, die sich um den Großteil des Gebäudes wand- und das schon ab 10 Uhr morgens. Interessanterweise war der Duomo im Vergleich zu anderen bekannten Bauwerken, die oftmals kleiner als in M.s Vorstellung waren, wirklich gewaltig. Auch im Dunkeln leuchtete er in seiner weißen Farbe und trug zu einer romantischen Atmosphäre bei, die von den Musiker*innen rundherum noch unterstrichen wurde.
Wir flanierten über die Brücke Ponte Vecchio, die von Juweliergeschäfte gesäumt war, und erkundeten die Stadt zu Fuß, futterten Marinara sowie veganes Streetfood sowie besuchten einen hier sehr bekannten nostalgischen Fotoautomaten. An einem Morgen entdeckten M. und ich zufällig eine etwas unscheinbare, in einer Nebenstraße gelegene Café-Bar nahe des Zentrums (aus Erfahrung wissen wir, dass dies meistens die besten sind). Dort lernte ich ein neues italienisches Kaffee-Getränk kennen: Shakerato. Und ich liebte es. Caffé Shakerato wird aus Crush-Ice und Espresso sowie Zucker schaumig gemixt, sodass ein kaltes Erfrischungsgetränk entsteht. Wenn keine weiteren Zutaten enthalten sind, ist es vegan.
Der Sonnenuntergang in Florenz war nicht einfach nur der Zeitpunkt, an dem die Sonne hinter der Stadt versank, sondern er war geradezu ein Highlight, das von einem Publikum gefeiert wurde, mit Blick auf die Skyline, aus der der Duomo im goldenen Abendlicht herausstach. So war es gar nicht einmal verwunderlich, dass sich ein chinesisches Hochzeitspaar zu uns auf die Stufen gesellte und sich sowohl im Licht der untergehenden Sonne sowie im Applaus der Menge sonnte. Es wurde ein Foto von dem Brautpaar aufgenommen, zusammen mit uns Anwesenden auf der Treppe. "Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt demnächst in einem Hochzeits-Fotoalbum von ihnen", überlegte ich. Danach kam ein Pizzalieferant auf einer Vespa angefahren, um an eine Gruppe Pizza zu liefern, die sich das ebenfalls mit Blick auf den Sonnenuntergang gemütlich gemacht hatte. Und dann kam noch ein chinesisches Brautpaar. Und noch eins, wie ich erstaunt feststellte.


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