Den Morgen am großen Tag des Stella-Maris-Fests tranken wir in der gleichen Kaffeebar wie drei Jahre zuvor einen Caffé, diesmal drinnen am Tresen, und spazierten dann über den menschenleeren Steinstrand. Ich lief durch die Brandung und konnte das Feeling, das ich hier vor drei Jahren hatte, wieder aufleben lassen.
Schon am Nachmittag konnten wir den Auslauf des Dragun, einem etwa zehn Meter langen Ruderboots mit zwei Masten, aus dem Hafen beobachten. Das bunte Boot wurde aus einem Ruderboot gebaut und spielt in seiner Aufmachung auf die Piratenüberfalle vergangener Zeiten an. Der Dragun gehört weltweit zu den einzigen Schiffen, die als UNICEF-Botschafter ausgezeichnet wurden.
Unsere Etappe nutzten wir, um ein wenig die Seele baumeln zu lassen, nachdem wir die Tage zuvor viel auf Entdeckungstour gewesen waren. M. nutzte die Gelegenheit, sich noch eine Granita zu gönnen. Wir fanden auch kreisrunde Farinata, die wir schon letztes Mal in Ligurien sehr schätzen gelernt hatten.
Wir fanden uns abends am Strand ein, an dem es uns viele Menschen gleich taten und genauso dem Event entgegenfieberten wie wir. Bis zur Dämmerung blieben wir an unserem Platz, den wir am Strand ergattert hatten, und sprangen, solange es noch hell war, zwischendurch immer mal wieder ins angenehm kühle Meer. Mit Einbruch der Dämmerung wurden die schwimmenden Kerzen von Ehrenamtlichen gegen eine Spende ausgeteilt. M. und ich bekamen direkt fünf Stück ausgehändigt.Sobald es dunkel war, wurden die Kerzen schwimmen gelassen. Ich war so verzaubert von der Atmosphäre, dass es mir nichts ausmachte, mit meinem Sommerkleid ins noch warme Meer zu laufen und die Kerze in meiner Hand schwimmen zu lassen. Nachdem die Kerzen das Wasser erhellten, kam der Dragún vorgefahren und bot mit einiger bunter Pyrotechnik ein Schauspiel, das dem Abend die Krone aufsetzte. Für mich und M. war der letzte Abend in diesem Urlaub damit ein wunderschöner Abschluss.



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