M. und ich hatten für den September einen Kurztrip nach Cochem an die Mosel geplant. Dazu verbrachten wir zuerst eine Nacht in Köln und fuhren am Folgetag ins Saarland. Der Bahnhof von Cochem war ziemlich entspannt, genau wie der Ort, durch den wir in der frischen Morgenluft schlenderten.
Besonders schön war es am Ufer der Mosel, von dem wir auch die auf den Hügeln thronende Reichsburg von Cochem sehen konnten. Hier befand sich auch eine Brücke auf die andere Seite, wo viele Bänke dazu einluden, sich hinzusetzen und die Kulisse aus Burg, den der bunten Häusern und der Spiegelung im Wasser zu genießen. M. und ich ließen hier auch einen Abend ausklingen und konnten beobachten, wie sich einige Menschen um uns herum es sich mit einer Flasche (Mosel-)Wein gemütlich machten.
Das Moselgebiet zeichnet sich auch stark durch seinen Wein aus: Im Ort fand M. sogar ein Riesling-Eis, das sich laut der App "Happy Cow", die vegane Spots überall auf der Welt anzeigt, und war überrascht, wie gut dies schmeckte.
In Cochem gibt es einen nostalgischen Sessellift, den M. und ich uns nicht entgehen ließen: In gemütlichem Tempo ging es den Hügel hinauf und einige Zeit später, nachdem wir die Aussichtspunkte besucht hatten, wieder hinab ins Tal. Anders als auf Capri konnten M. und ich gemeinsam in einem Sessellift sitzen.
Als Unterkunft hatten wir auch eine ungewöhnliche Option ausfindig gemacht: Auf dem Campingplatz, der fußläufig vom Ortszentrum entfernt war, nächtigten wir in einem Zelt auf Stelzen. Bettwäsche und alles, was an Zubehör gebraucht wurde, stand uns vor Ort zur Verfügung.
Unter der Holz-Plattform mit dem Zelt befand sich eine Hängematte, in der wir ein wenig entspannten, wenn wir nicht gerade den Ort erkundeten. Leider regnete es die Nächte so stark, dass die Matratze in unserem Zelt an den Fußenden nass wurde. Dabei war ich froh, dass wir nur drei Nächte auf dem Campingplatz verbringen mussten.
Cochem ist nicht weit entfernt von der Burg Eltz. Diese in Deutschland sehr bekannte, märchenhaft anmutende Burg besuchten wir innerhalb eines Tagesausflugs. Dazu nahmen wir die Bahn nach Hatzenport und stiegen in einen Linienbus, der uns nach Wierschem zu dem Wäldchen nahe der Burg brachte. Wir waren möglichst früh aufgestanden und konnten die Burg daher noch in morgendlicher Ruhe erleben, bevor der Besucher*innenandrang kam.
Insgesamt war Cochem für uns wieder ein kleines Abenteuer, bei dem auch Zeit in der Natur nicht zu kurz gekommen war, und wir zudem eine unkomplizierte Anbindung mit dem Zug hatten, sehenswertes Panorama während der Strecke an der Mosel entlang inklusive.
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