Samstag, 7. März 2026

La Spezia und Portovenere: Fruchtgenuss und Parade


Nach den Tagen in Florenz ging in wenigen Stunden in Richtung Küste. Einen Strand hat La Spezia nicht, dafür eine hübsche Palmenpromenade und einen ausschweifenden Hafen mit einem süßen kleinen, roten Leuchtturm.

Auf dem Weg nach Portovenere liefen M. und ich an einem Markt voller Obststände vorbei. "Ein bisschen frisches Obst wäre nun eigentlich nicht schlecht", bemerkte ich, "Wie wär's, wir laufen da einmal rüber?" Frische Melonen reihten sich an Nektarinen, Mirabellen und Trauben, sodass ich erst Mühe hatte, mich für einen Stand zu entscheiden. An einem Stand strahlte uns die Verkäuferin unübersehbar an.

"Wollen wir dahin?", fragte mich M., "Die Verkäuferin lächelt uns so nett an." Wir entschieden uns für eine halbe Galia-Melone und ein paar Nektarinen, während die Verkäuferin ein wenig auf Englisch mit uns plauderte und dabei für den gleichen Kaufpreis der halben Melone die ganze zurechtschnippelte. "Schnell" sagte sie, "Das ist ein deutsches Wort, das ich gelernt habe."

Zwischen Palmen futterten wir kurz danach die Melone, da wir noch ein wenig Zeit bis zur Ankunft der Fähre hatten. Die Fähre brachte uns dann innerhalb weniger als einer Stunde nach Portovenere.

Portovenere lockte mit einer bunten Kulisse, wofür ich mich wieder und wieder begeistern kann: Orte mit bunten Häusern finde ich einfach wundervoll. Der Ort war sehr verträumt und gut, um ein wenig herunterzukommen und sich von der entspannten Atmosphäre anstecken zu lassen. 

Es gab auch eine Burg direkt am Wasser, die zum Einen selbst malerisch aussah und zum Anderen einen malerischen Blick durch die Rundbögen aus Stein aufs Meer bot. Die zerklüfteten Felsen, zu denen M. und ich ein Stück weiter herabsteigen konnten, luden ein, um ein wenig in der Sonne zu verweilen. 

Als wir zurück zum Hafen gingen, konnten wir einige Anwohner*innen beobachten, wie sie ein Gestell aus Pappmaché vorbereiteten. Wir hatten auch eine Ahnung wofür, nachdem wir ein wenig in La Spezia herumgegangen waren: Am gleichen Abend sollte eine Parade für die Ruderboot-Vereine der verschiedenen Orte in La Spezia stattfinden. 

Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Die Parade war riesig und, wie wir es schon von italienischen Festen kannten, wurden solche Festivitäten sehr ausgiebig gefeiert. Die verschiedenen umliegenden Orte, präsentierten nicht nur die Ruderbootfahrer, sondern Menschen aus dem Ort in verschiedensten Kostümen und Mottos. Es tanzten Menschen in Bäcker-Kostümen neben Jongleuren und einem sich  voran schlängelnden Drachen vor einem Schwertkämpfer und Burgherren sowie -frauen. All das konnten wir in der Hauptstraße mitten in La Spezia miterleben, nachdem wir aus Zufall darauf gestoßen waren.

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