Wie ich im Nachhinein sagen kann, hat Marrakesch mich wirklich fasziniert und bezaubert. Mahi Binebine, den ich vor der Reise zitiert habe, hatte Recht: Marrakesch ist eine Stadt der Kontraste, modern und traditionell zugleich. Eine Stadt wie diese habe ich tatsächlich anderswo noch nicht in dieser Form erlebt. Es gibt Oasen wie die Gärten in der Stadt und es gibt anderswo ein Gewusel, das einen anstrengen kann und zugleich faszinierend sein kann, mit den vielen Händlern, den Gewürzen, aufdringlichen Menschen, die einem etwas verkaufen wollen, und zugleich ungemein gastfreundlichen Menschen.
Der Reiseführer, in dessen Büro wir die Tagestour zu den Ouzoud-Wasserfällen buchten, lud uns danach auf einen Pfefferminztee auf seinem Balkon ein und unterhielt sich dort ein wenig mit uns. Das ist hier die Sitte, sobald man ein Geschäft abgeschlossen hat, in dem Fall die Tagestour. J. und ich hatten zuvor ohnehin überlegt, uns irgendwohin noch hineinzusetzen, um Minztee zu trinken, deshalb freuten wir uns sehr über das Angebot.
Von dem Reiseführer, der uns unterwegs ansprach und danach ein Gespräch mit uns im angenehmen Schatten der Koutoubia Moschee anfing, gab uns noch einige Tipps und riet uns, uns nicht von Taxifahrern übers Ohr hauen zu lassen. Ratschläge von Einheimischen höre ich mir meistens am liebsten an. J. und ich schlugen dann auch tatsächlich gute Preise bei den Taxifahrern und anderen Dingen heraus, dank ihres Verhandlungsgeschicks.
Die warmen Farben Marrakeschs waren für mich eine schöne Abwechslung zu dem grauen Beton, den ich in vielen anderen Städten gesehen hatte. Die Stadt stand schon länger auf meiner Liste und ich bin J. dankbar, dass sie eingewilligt hat, mit mir dorthin zu reisen. Nun weiß ich, wie viele unterschiedliche Seiten Marrakesch zu bieten hat, die mich zum Teil sehr beeindruckt haben.

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