Um meine Haare zu schützen, band ich mir ein Tuch um die Haare. In der heißen Sonne gingen wir wieder durch die zahlreichen Gassen und Straßen der Stadt, in denen ich wie so oft gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte bei all den Farben, Gewächsen und dem lebhaften Straßenverkehr.
Le Jardin de Majorelle ist eine französische Ruheoase im bunten Treiben Marrakeschs. Vor allem für Touristen, wie ich feststellen konnte, überall hörten wir Gesprächsfetzen auf Spanisch, Französisch oder Englisch, zwischen hochgewachsenen Kakteen, Farnen und Bambus. Auch Familien mit Kindern waren hier, sogar auch T., der Fluggast, den ich gebeten hatte, mit J. den Platz zu tauschen. Wir nutzten die Zeit, um kurz über unsere Marrakesch-Erlebnisse zu plaudern und Tipps auszutauschen.
Inmitten der Bäume, Teiche und tropischen Gewächse auf der Fläche von etwa viertausend Quadratmetern befanden sich ein kobaltblaues Häuschen sowie weitere bunt bemalte Elemente wie Tontöpfe und Pavillons. Besonders stechen das kräftige Blau und intensive Gelb heraus.Benannt ist der Garten nach dem französischen Maler Jacques Majorelle, der ihn 1923 anlegte, mit tropischen Gewächsen, die er überall auf der Welt ausfindig gemacht hatte. Während Majorelles Kunst inzwischen nicht mehr in aller Munde ist, ist sein Garten eine beliebte Attraktion bis heute, aufgekauft und restauriert von Yves Saint Laurent.
Das Blau, das J. und ich dort entdecken konnten, nennt sich auch Majorelle-Blau, benannt nach seinem Schöpfer.
Wir flanierten zwischen Palmen, Brunnen, Pavillons und Kakteen in den erstaunlichsten Formen entlang und nahmen zwischendurch auf einer Bank Platz, um zu entspannen. Ich entdeckte auch ein paar Katzen, die sich am Wegesrand in der Sonne fläzten. Im Gegensatz zu den Straßenkatzen außerhalb der Mauern dieses Gartens schienen die Katzen, die hier durch den Garten streiften, ein angenehmes Leben zu führen.

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