Montag, 20. August 2018

Henna als Andenken


Am vorletzten Abend beschloss ich, mir ein Hennatattoo als Andenken machen zu lassen. Ich entschied mich spontan dafür, als J. und ich auf dem Djaama el Fna herumschlenderten.
Hennatattoos fand ich schon immer wunderschön, deshalb erinnert die Farbe meines Sonnentattoos auf meinem Oberarm auch an eine Hennabemalung. In Marrakesch bekam ich die Gelegenheit, meine linke Hand verzieren zu lassen.

Wir handelten den Preis bei der Hennamalerin auf vierzig Dirham herunter und ich bestand darauf, orange Hennapaste zu nehmen statt der schwarzen, in der gewöhnlich Giftstoffe enthalten sind. Einheimische hatten uns bereits verraten, dass für Touristen die Preise für die Hennabemalung übertrieben hochgeschraubt werden (wie viele der Preise hier, wenn es um Touristen geht). So wurde gefeilscht, was das Zeug hielt, und wir einigten uns, bevor ich den Stand verlassen konnte.

Die Hennamalerin schaute uns aus ihren schönen Augen an, das einzige, was wir von ihrem Gesicht sahen, umhüllt von einer Burka, und machte sich ans Werk. Sie mache das seit dreißig Jahren, berichtete sie, und streute mir noch eine gründliche Portion Glitzer auf das gemalte Muster. Die Erde sollte ich drei Stunden später abwaschen.

Auch J. beschloss danach, ihre linke Hand als Andenken für zuhause verzieren zu lassen, nachdem sie noch ein wenig in dem Heft mit den angebotenen Motiven geblättert hatte. Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden. Zwei Wochen sollte die Farbe halten, also hatten wir noch einige Tage etwas davon. Die Frau teilte uns mit, dass die Verzierungen Glück in der Liebe bringen sollten. So einen Nebeneffekt zu einer schönen Bemalung kann ich nur gut heißen

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