M. und ich liefen noch ein ganzes Stück, ehe wir das Industrieviertel durchquert hatten und das Werftgelände erreichten.
Auch am hellichten Tag konnten wir hier Künsterler/innen beobachten, die an den Containern mit ihren Sprühdosen ihrer Kreativität freien Lauf ließen. Auf dem Platz vor der Halle waren mehrere Container aufgestellt worden, an denen riesige Streetart-Kunstwerke prangten. Neben Mogli und dem Bären Balu konnte ich Bilder von Piraten ausmachen, viele Gesichter, viel knallbunte Schrift und zudem einen Amsterdam-Schriftzug.In der Halle selbst hatten sich Künstler/innen wohl in Architektur ausprobiert. M. fotografierte mich hier vor einer Wand, die aus einer riesigen Collage bestand, als wären die Bilder alle aus Zeitschriften zusammengeschnitten worden. Wer vor der Streetart posiert, auch in bunter Kleidung, kann davon ausgehen, farblich ein Teil des Ganzen zu werden und auf Fotos erst auf den zweiten Blick erkannt zu werden.
Auf unserem Weg zum Fährenanleger am Wasser entdeckten wir noch ein halb versenktes Klein-Flugzeug und ein U-Boot, das halb aus dem Wasser ragte. Letzteres lag nicht weit vom "Botel", einem riesigen Schiff mit Zimmern an Bord zum Vermieten, das in Amsterdam ankert.Was Wohnmöglichkeiten angeht, wurde hier zusätzlich zu den Hausbooten, die wir schon gesehen hatten, offenbar noch eins draufgesetzt: Alte Bahnwaggons, die am Ufer standen und offensichtlich zu einer Behausung hergerichtet worden waren, hatte das Viertel auch zu bieten. Würde ich nicht schon einen Zirkuswagen besitzen und drei Jahre darin gelebt haben, hätte ich mir spätestens dort die Inspiration dazu holen können. :)

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