Sonntag, 28. April 2024

Galway und die Cliffs of Moher

Die irische Natur sollten wir auf einer Get-Your-Guide-Tour noch genauer erleben. Mit einer geführten Tagestour per Bus von Dublin gelangten wir zu den Cliffs of moher. Einige Szenen wurden hier unter anderem für "Harry Potter" und "Star Wars" gedreht. Als wir frühmorgens in den Bus einstiegen, regnete es in Strömen, doch nach einigen Stunden ging die Sonne auf. "That's Ireland", erklärte unser Guide uns strahlend den rapiden Wetterwechsel. Im Bus wurden wir zudem zum Singen ermuntert. In diesem Land ist die Musik wichtiger Teil der Kultur und die Menschen, die hier leben, sind sichtlich stolz darauf.

Bei den Klippen selbst war es so sommerlich warm im Sonnenschein, dass L. und ich sogar unsere Jacken ausziehen konnten. Nachdem wir eine kleine Ausstellung nahe der Cliffs of moher besucht hatten, widmeten wir uns dem Highlight, das uns nach einem kleinen Fußweg erwartete. Die Klippen wirkten selbst unter der Sonne noch einen Hauch dramatisch und hielten das Versprechen, das Irland viel grüne Natur aufweist. Wir konnten einem Weg folgen, der die Klippe entlang führte und von dem wir den Anblick von rauer Natur und blauen Himmel für die Zeit, die uns zur Verfügung stand und leider viel zu schnell dahinschwand, genießen konnten. 

Danach hatten wir noch Gelegenheit, bei der mondähnlichen Karstlandschaft des "Burren" auszusteigen, der durch peitschendes Wasser gegen schwarzes Gestein an der Küste beeindruckte. Das war Irland, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Bis zu 75 Prozent der irischen Pflanzenarten sollen hier wachsen.

Galway als einer der beliebtesten Städte des Landes stellte sich als noch ganz anders als Dublin heraus. Es war eine pulsierende, farbenfrohe Stadt, von der viele in meinem Bekanntenkreis daheim geschwärmt hatten. Es gab kleine Buchläden, in denen sich L. mit großer Begeisterung vertiefte, jede Menge Streetart-Motive, bunte Wimpel zwischen den Häusern, kleine, alte Kirchen mittendrin und buntes Treiben in den Gassen der Innenstadt.

L. hatte mir ein Jahr zuvor eine Karte geschenkt, auf der eine der buntesten Straßen innerhalb Galways Innenstadt abgebildet war. "Dort müssen wir hin", hatte ich zu dem Zeitpunkt lachend verkündet. Und genau das taten wir nun. Ich hatte die Karte sogar im Gepäck und nahm sie zu unserem Ausflug mit. Witzigerweise hatte die Farbe von einem der Häuser gewechselt, doch ansonsten war unverkennbar, dass der Hintergrund der Karte zu dem abgedruckten Bild passte. Wo ich mit der Karte dort stand, wurde mir erst recht klar, dass wieder ein großer Wunsch von mir in Erfüllung gegangen war.

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