Zum ersten Mal in dieser Saison kam ich dazu, meine Handschuhe anzuziehen. Mein insgeheimer Wunsch, auf diesem Trip etwas Schnee zu erleben, hatte sich soeben erfüllt. Als ich den Wind im Gesicht spürte und mit M. auf die Landschaft um uns herum blickte, wusste ich wieder, warum ich das Reisen liebte: Ich empfand es immer wieder als Geschenk, die Schönheit unseres Planeten zu erleben und mich immer wieder aufs Neue von ihr überraschen zu lassen. Insgesamt hatte ich vergessen, seit ich als Kind in den Alpen Urlaub gemacht hatte, wie schön die Alpen waren.
Eine Ebene tiefer fand M. sogar einen Eisbrocken, der von der Form verblüffend stark einem Rentier oder Reh ähnelte. Die Wolken wanderten die ganze Zeit, sodass wir auf unserem Spaziergang plötzlich mitten in einer Wolke standen und ringsum fast nichts mehr sehen konnten außer uns beiden, was ein faszinierendes Gefühl war. Als wir zurück zur Bergbahnstation gelangt waren, war es in der Sonne so warm, dass wir unseren Mittags-Snack auf einem Stein sitzend verdrücken konnten. Die Wolkendecke über dem Tal hatte sich inzwischen so weit verzogen, dass wir freie Sicht auf Innsbruck hatten. Erschöpft, doch zufrieden fuhren wir wieder ins Tal hinunter.Dienstag, 19. Oktober 2021
Innsbruck- Die Großstadt in den Alpen
Donnerstag, 9. September 2021
Auf Schienen zurück nachhause
Sonntag, 5. September 2021
Vegane Paella & Co: Vegan in Spanien
Als Brotaufstrich kauften wir meisten Hummus, Guacomole aus Avocado und Tomate ein sowie Salsa-Soßen, die sehr häufig mit veganer Rezeptur zu finden waren. Vorteilhaft war es, dass in den meisten Supermärkten die veganen Produkte gekennzeichnet waren. Zudem gab es wenig Supermärkte, die keinen Sojajoghurt anboten. Ich fand sogar Sorten, die ich in Deutschland bisher nicht gefunden hatte, und nutzte die Gelegenheit, sie zu probieren.
Auch an veganen Restaurants mangelte es uns nicht. Im Viertel Barceloneta in Barcelona besuchten wir einen Abend die Vegan Sangria Bar, in der es unter anderem vegane Paella gab. Diese war sogar mit meeresfrüchteähnlichen Fleischalternativen dekoriert. Aus einem früheren Besuch in Spanien assoziierte ich Paella mit einer riesigen schwarzen Kochschale, an deren beiden Seiten sich Henkel befanden, so angefüllt mit dem Reisgericht, dass zwei Personen davon üppig essen konnten. Als uns dann für ein sehr kleiner Kochtopf vorgesetzt wurde, in Vorspeisengröße, war ich ein wenig enttäuscht. Daraufhin holte ich mir bei einem Imbiss ein Pitabrot mit Falafel und Mario fand eine neapolitanische Steinofenpizza, sodass wir diesen Abend dennoch satt und zufrieden wurden.Vegane Restaurants gibt es generell viele. Vor allem in Barcelona ist die Auswahl nicht gering. Dort stießen wir sogar auf einige vegane Supermärkte, in denen wir interessiert stöberten. Witzigerweise wurden wir auf einen Penny-Markt Nähe des Plaza Catalunyas aufmerksam, in dem wir im Veganer-Paradies schwelgen konnten. Hier konnten wir vegane Nuggets, Tortilla, Mozzarella, Nussgetränke und sogar ganze Kokosnüsse zum Trinken finden. Die Kokosnuss wurde unser Abschiedsgetränk auf der Reise, das wir uns am letzten Abend am Infinity-Pool unseres Hotels genossen.
Auf ein Neues, Barcelona
Unterwegs mit Zügen und Fernbussen
Catalanian Bay und der letzte Tag in Gibraltar
Nachdem wir einen Tag lang den Affenfelsen in Gibraltar erkundet hatten, wollten M. und ich am folgenden Tag zum Fuß des Berges gehen und uns ein morgendliches Bad im Meer gönnen. Der Strand der Catalanian Bay besticht durch die Reihe bunter Häuser, über denen der Felsen aufragt. Wir waren schon morgens da, sodass außer uns nur ein paar Möwen über den Sand liefen. Das Wasser fühlte sich eiskalt an, doch wir hatten viel Spaß, sobald wir uns hineingewagt hatten. Ich muss zugeben, ich liebe einsame Strände, an denen sich kaum Menschen tummeln.
An diesem Morgen hatte ich nur leider das Pech, dass ich auf ein Petermännchen trat, einem giftigen Fisch mit Stacheln auf dem Rücken, der sich in der Ruhe nah zum Ufer getraut hatte. Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas von diesem Fisch gehört. Ich sollte es erst erfahren, nachdem ich feststellte, dass der Stich an meinem Fuß krampfartige Schmerzen hervorrief und keinesfalls daherkommen konnte, dass ich auf eine scharfkantige Muschel getreten war, wie ich zuerst dachte. Nachdem der Krankenwagen mich ins örtliche Krankenhaus gebracht hatte, wurde mir dort eine Infusion verabreicht, die sich zum Glück als sehr wirksam herausstellte. Meine Freundinnen daheim googelten den Fisch und stellten fest, dass es Petermännchen auch in der Ostsee gibt. An sich passiert solch ein Zwischenfall wohl sehr selten, doch theoretisch kann es fast überall in Europa passieren, wo sich das Meer befindet. Ich riet ihnen, bei ihrem nächsten Urlaub unbedingt eine Reisekrankenversicherung mitzunehmen, nachdem sie sich in meinem Fall bewährt hatte.
Den Tag erholte ich mich in unserem Hotelzimmer in La Línea de la Conception und wurde von M. mit Eiskaffee und leckerem Essen versorgt. Ich war zuversichtlich, die Reise so wie geplant fortsetzen zu können. Einen Tag später sollte es ohnehin mit dem Reisebus zurück nach Sevilla gehen, wo wir noch einmal nächtigen wollten, bis es wieder zurück nach Barcelona gehen sollte. Nun freuten M. und ich uns darauf, bald wieder in Barcelona sein zu können, das uns schon ein wenig vertraut erschien und schon bei den ersten gemeinsamen Tagen dort sehr gefallen hatte.
Samstag, 4. September 2021
Die Affenfelsen von Gibraltar
Seien wir ehrlich- besonders freuten M. und ich uns bei unserem Besuch in Gibraltar auf die wilden Affen, die auf der Spitze des bekannten Felsen hausten. Bei der Seilbahnstation im Tal erhielten wir ein Ticket, das uns erlaubte, den Naturpark auf dem Felsen zu betreten. Wir entschieden uns jedoch, den Berg nicht mit der Seilbahn hinaufzufahren, sondern ihn über die Mediterranian Steps zu erklimmen. Auf diesem Weg ging es über den in kreideweißen Stein gehauenen Weg steil den Berg hinauf. Zwischendurch kamen wir an ein paar Ausgucken und Bunkern mit Aussicht auf das Meer vorbei, in denen früher Kanonen platziert worden waren. In der aufsteigenden Sonne und aufgrund des herausfordernden Aufstieges kamen wir durchgeschwitzt, doch voller Vorfreude auf das, was wir sehen würden, an der Spitze an. Zu dem ehemaligen Militärstützpunkt fanden wir auf dem Berg auch ein Museum.
Als wir uns dem kleinen Skywalk mit Glasboden näherten, sahen wir die ersten Berberaffen. Der Skywalk war nicht ganz so beeindruckend, wie Adrenalinjunkies es sich vielleicht erhoffen würden, doch ein schöner Aussichtspunkt war es allemal. Auf dem weiteren Weg über den Gipfel begegneten wir vielen weiteren Affen. Meine vorherige Recherche hatte ergeben, dass Vorsicht geboten sei, weil sich die frechen Affen gern an den Handtaschen und Rucksäcken der Besucher*innen zu schaffen machen. Es wird vermutet, dass sie irgendwo ein Sammelsurium an geklauten Handys verborgen haben.
Zum Glück war der Griff vom Reißverschluss meiner Handtasche ohnehin kaputt, sodass auch durch fingerfertige Affenhände nicht so leicht zu öffnen war. Unsere Wertsachen hatten wir gut verpackt. Ein kleiner Affe sprang mir sogar auf die Schulter und fing an, in meinen Haaren herumzuspielen. Als er danach anfing, an meinem Netzoberteil herum zu zupfen, versuchte M., ihn davon abzuhalten, was dem Affen gar nicht gut gefiel. Auf Tuchfühlung gingen die Affen mehrmals; einer setzte sich M. einfach auf den Schoß. Scheu waren die Tiere definitiv nicht, und waren die zahlreichen Menschen, in deren Taschen sie Essen vermuteten, gewohnt. Sobald M. den Reißverschluss seines Rucksacks öffnete, als wir im Schatten saßen und etwas trinken wollten, waren gleich mehrere Affenaugenpaare auf ihn gerichtet.Als weiteres Highlight konnten wir noch die unterirdische Welt des Felsen entdecken, in dem sich die märchenhaften St. Michaels Caves verbergen. Dort finden regelmäßig Konzerte statt, außerhalb davon kann man als Besucher*in zwischen den bunt angeleuchteten Tropfsteinformationen hindurchlaufen und die Struktur des durch Wasser geformten Gesteins bestaunen.













