Sonntag, 5. September 2021

Auf ein Neues, Barcelona

Als wir nach unserem aufregenden Trip nach Gibraltar nach Barcelona zurückkehrten, um dort die letzten Tage der Reise zu verbringen, wirkte die lebendige Stadt auf uns allzu vertraut.
Was wir an dem ersten Abend vor allem brauchten, war eines: Ein Waschsalon. Die Reiseautorin Waltraud Hable hat einmal geschrieben, für Langzeitreisende könnte es allein schon ein Erlebnis sein, in einem fremden Land in einen Waschsalon zu gehen; es müssten nicht immer die hochangepriesenen Sehenswürdigkeiten oder gebuchten Trips sein. Und ich kann nun sagen: Sie hat Recht. Ich war bisher auch noch nie in einem Waschsalon, nicht einmal in Deutschland. M. schaltete die Waschmaschine an und wir hatten etwa eine halbe Stunde Zeit, uns die Küssende Wand anzusehen, die ein paar Ecken entfernt lag. Zur Erklärung: Die Küssende Wand ist ein riesiges Bild von zwei sich küssenden Lippen an einem Wall, die aus einer Vielzahl von mit Fotos bedruckten Kacheln zusammengesetzt wurden.

M. und ich nutzten die letzten Tage in Barcelona noch einmal aus, um all das zu erleben, worauf wir Lust hatten. Wir verbrachten einen Tag damit, in die verrückten Museen des Big Fun Museums zu gehen, in dem uns wir mit riesigen Gegenständen gegenseitig fotografieren konnten oder durch ein Haus liefen, das komplett auf dem Kopf stand und den Eindruck vermittelte, wir würden kopfüber an der Decke kleben. Das Meer ließen wir uns auch nicht entgehen, indem wir einen Tag am Strand verbrachten und eine Katamaran-Fahrt buchten. Bei der Katamaran-Fahrt bestand das Highlight darin, dass sich auf dem Deck Lücken befanden, über die feste Netze gespannt waren, durch die das türkisfarbene Wasser sichtbar war. Dies ist bei Weitem nicht so adrenalinfördernd, wie es vielleicht klingen mag; für uns wirkte der Ausflug ganz entspannt. Besonders gefiel es mir, am letzten Tag vor dem Abreisetag morgens zum Stadtstrand bei dem Viertel Barceloneta zu laufen, wo gerade die Sonne zwischen den Palmen aufging, und dort das Frühstück zu genießen. 

M. und ich erfüllten uns zudem den Wunsch, den Tibidabo zu besteigen, den Berg, den wir bei unserem Aufenthalt von der Fensterfront unseres Hotels sehen konnten und auf dem sich das Tibidabo Castell, eine schmucke Kirche, befand sowie der Freizeitpark mit dem Riesenrad. Als wir oben waren, konnten wir, nachdem wir ein Stück um die Kirche herumgelaufen waren, sogar die Berge von Montserrat in weiter Ferne erkennen.

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