Freitag, 14. Oktober 2022

Von Brücken und Burgen in den Highlands

Neben der Natur konnten wir in den Highlands jede Menge Burgen und alte Schlösser erkunden sowie historische Brücken und andere Bauten, die an längst vergangene Zeiten erinnern.
Schon aus dem Bus aus konnten wir einige Viadukte erspähen, bei denen ich mir leibhaftig ausmalen konnte, dass der dampfende Hogwarts-Express aus "Harry Potter" darüberfuhr.
Der meist bewölkte Himmel trotz mildem Sommerwetter gab das dramatische Feeling dazu, das für die schottische Natur so typisch ist. 

Eine Brücke, an der wir morgens hielten, war umhüllt von morgendlichem Nebeldunst, der sie besonders romantisch aussehen ließ. L. und ich kletterten ein Stück die Böschung hinunter, um über die Steine am Ufer zu spazieren. 

Der Bus hielt beim Eilean Donan Castle, das auf den Loch Duich gebaut wurde und sehr spektakulär in die umliegende Natur eingebettet ist. Da ist es  nicht erstaunlich, dass es für viele Filme als Kulisse gewählt wurde, unter anderem auch wieder für einen James-Bond-Film. Heute ist die Burg der Sitz des schottischen Clans der Macrae und dient gleichzeitig als Museum. L. nutzte die Gelegenheit, die Burg von innen zu besichtigen, während ich den Ausblick übers Wasser genoss und ein wenig am Ufer entlangspazierte. Dabei traf ich auf eine unserer Mitreisenden aus dem Bus, die mir von ihrer kurzen Wanderung am Ufer entlang berichtete und von davon schwärmte, wie sehr die Natur sie beeindruckt hatte. Mir erging es von diesem Ort aus ähnlich.


Wenig später kurvten wir mit dem Bus weiter durch die Highlands. Stundenlang sahen wir hinter den Glasscheiben nur Hügel, grüne Wiesen und spiegelglatte Seen. Die Großstadt wirkte weit weg und hatte uns erst wieder, als wir am Ende des letzten Tages der Highlands-Tour Edinburgh erreichten. Als der Reisebus uns dort absetzte, wirkte die schottische Hauptstadt schon seltsam vertraut auf uns. Wir verbrachten dort eine letzte Nacht in einem Airbnb, bevor wir am Folgetag unsere Reise fortsetzen wollten. Wir waren froh, dass wir die Gelegenheit genutzt hatten, die Tage davor draußen in der Natur zu zelten - was meiner Meinung nach in einer Landschaft wie die Highlands ein besonderes Erlebnis ist, auch wenn es nicht immer so komfortabel wie eine Airbnb-Unterkunft ist. Doch nun freuten wir uns wiederum auch über ein weiches Bett, in dem wir nach den vielen Eindrücken zuvor in einen tiefen Schlaf sanken, bevor die Reise den Tag danach nach Südengland weitergehen sollte.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Loch Ness: Auf den Spuren von Nessie


Als Kind habe ich den Film "Mein Freund, der Wasserdrache" geschaut, in dem der kleine Junge Angus während des Zweiten Weltkriegs am Strand ein merkwürdiges Ei findet, aus dem ein Wasserdrache, das zukünftige "Seeungeheuer" von Loch Ness schlüpft. Während unser Highlands-Rundreise sollten L. und ich den Schauplatz des Films kennen lernen. Ein Boot fuhr mit uns über das lang gezogene Gewässer, das spiegelglatt vor uns lag und nicht den Anschein erweckte, sehr tief zu sein und etwaige Ungeheuer unter der Wasseroberfläche zu verbergen. 
Es gibt Theorien, dass große Fischarten für das Seeungeheuer gehalten wurden. Oder die Theorie, dass der See vor Millionen von Jahren noch eine Verbindung zum Meer hatte, die durch Geröllabfall getrennt wurde, woraufhin einige Wassersaurier im Loch Ness eingeschlossen wurden, deren Population dort die Jahrmillionen überdauerte. Ich hatte einmal gelesen, dass das Loch Ness so gewaltig in seiner Größe ist, dass das Dreifache der gesamten Menschheit dort Platz hätte.


Die einzigen Nessies, die wir vorfanden, waren klein gedruckte Seeungeheuer auf der Glasscheibe, durch die einige Spaßfotos zustande kamen. Und natürlich fanden wir zudem in den Souvenirläden Nessies in jeder Form, ob als rosa Plüschfigur, als Kühlschrankmagnet oder Flaschenöffner. 
Nessie ist in Loch Ness überall präsent und ein wahrer Tourist*innen-Magnet - nur nicht im Wasser, unter den Augen der Tourist*innen, die sich während der Bootsfahrt über die Wassertiefe des Loch Ness und darin beheimatete übergroße Hechtarten sowie die Mythen und Legenden, die sich um das Wasser ranken, aufklären lassen. 


Ich hatte mir bereits gedacht, dass der Hype um das Loch Ness hauptsächlich den Legenden um das Seeungeheuer zu verdanken ist. Der See und die Natur sind im Vergleich zu der Isle of Skye nicht ganz so ungewöhnlich. 
Trotzdem ist es ganz witzig, bei einer Tour durch die Highlands einen Abstecher dorthin zu machen, um die wilden Geschichten über Nessie näher zu erleben.

Isle of Skye

L. und ich fanden die Landschaft der Highlands schon ab dem Durchqueren des Glencoe-Tals faszinierend. Doch die Isle of Skye toppte noch einmal alles, was wir auf der bisherigen Tour an Natur gesehen hatten. 

Ich hatte mir schon lange vorgenommen, dass zukünftig noch mehr Naturlandschaften zu erleben, so sehr mich Städte auch reizen. Städte können wunderschön, bunt und aufregend sein, viel Action bieten, doch was mich beim Reisen insgesamt am meisten entspannt oder zutiefst beeindruckt hat , waren Erlebnisse in der Natur.

Wir fuhren zu verschiedensten Plätzen in der Natur auf der Isle of Skye. Gefühlt alle paar Minuten hielt unser Reisebus an, damit wir uns den nächsten spektakulären Ort anschauen konnten. Einen Wasserfall konnten L. und ich auch bei den Mealt Falls am Kilt Rock ausfindig machen, als wir von einem Aussichtspunkt auf einer Klippe hinabblickten, was mich wieder in freudige Aufregung versetzte. Wir besuchten zudem ein kleines Haus mit einer Ausstellung von Steinen aus der Jura-Zeit. Unter den Steinen gab es auch den Abdruck eines Dinosaurier-Fußes und es wurde uns erklärt, dass vor Millionen von Jahren der Tyrannosaurus Rex in der Vulkanlandschaft gelebt habe. Als die Frau, die uns durch die Ausstellung führte, einen versteinerten Dino-Knochen mit bloßen Händen hochhielt, waren L. und ich etwas erstaunt mit dem Gedanken im Kopf, dass so etwas in großen Museen vielfach hinter Glas gesichert gewesen. Ich konnte mir gleichzeitig gut vorstellen, dass riesige Dinosaurier durch die bizarre Landschaft der Isle of Skye gestapft waren.

Den Old Man of Storr, eine 48 Meter hohe Felsnadel, erlebten wir auch während der Strecke, die in ihrer Formation ziemlich einzigartig schien. Zwischendurch schien die Julisonne wieder angenehm warm, sodass L. und ich uns in der Mittagspause mit einem Black Tea, natürlich nicht ohne Hafermilch, auf eine Terrasse setzten, von der aus wir die Hügellandschaft im Blick hatten. Von dort aus ging es weiter zu verschiedenen Felsformationen, Berghängen mit Blick auf die spiegelglatte See. Auch die "Black Houses", die nachgebauten Häuser der früheren Highlander, begegneten uns wieder, deren Besichtigung sich L. nicht entgehen ließ.  Unser Guide und Busfahrer verkündete uns, er wolle mit uns noch so viel von der Insel mitnehmen wie möglich, da für den späten Nachmittag Regen angekündigt sei. 

Ich liebe normalerweise mildes Wetter und warmen Sonnenschein. Doch der eine Nachmittag auf der Isle of Skye hat mir gezeigt, dass es auch Orte gibt, die im Nebeldunst und bei leichtem Regen gerade wunderschön sind. L. und ich sind uns im Nachhinein einig, dass dies eines der Highlights bei unserem Ausflug über die Isle of Skye war. 
Als wir aus dem Bus ausstiegen, um bei "The Quirang", die Natur mit malerischen Wanderwegen und Felsformationen zu bestaunen, fing es an, zu regnen. Doch die Landschaft wirkte dadurch nicht etwa trist. Das Grün der Hügel wirkte farbintensiver und satter als zuvor und die aufkommenden Nebelschwaden über den Lochs und den Bergen verliehen dem Ganzen eine geheimnisvolle Atmosphäre. Wir waren beide ganz aus dem Häuschen, als wir die Pfade auf den Klippen entlangliefen und der Wind in unseren Ohren immer lauter wurde, uns es jedoch in dem Moment egal war, dass wir nass wurden. Das Feeling an diesem Ort bei Regen war einfach beeindruckend. 
Als wir uns später die Fotos ansahen, stellten wir fest, dass sich die Schönheit von "The Quirang" nicht auf Fotos festhalten ließ, sondern sich uns in dem Moment offenbart hatte, als wir direkt vor Ort gewesen waren. 

Portree

 Am ersten Abend der Bustour fuhren wir in der Dämmerung über eine Autobrücke auf die in den Highlands liegende Isle of Skye im Nordwesten Schottlands. In Portree angekommen war der Busfahrer so nett, uns in der Nähe des Campingplatzes abzusetzen, auf dem wir die nächsten beiden Nächte verbringen wollten. Ich förderte das Zelt aus den Untiefen meines Backpacker-Rucksacks und baute mit L. im Nu unser Nachtlager auf. Es war so klein und leicht, dass ich fast vergessen hatte, es durch fast ganz Großbritannien bis hierher transportiert zu haben. Als wir vor Reisebeginn eine Unterkunft in Portree gesucht hatten, waren wir erst einmal schockiert gewesen, dass es zum Einen kaum freie Unterkünfte gab und zum Anderen vor uns auf dem Laptop Preise aufploppten, denen nach wir mehrere hundert Euro umgerechnet pro Nacht hätten zahlen müssen. Bei intensiver Recherche erfuhr ich, dass Portree an sich nicht so viele Unterkünfte zu bieten hat und viele Tourist*innen, die im Sommer anreisen, sich normalerweise Monate vorher um einen Schlafplatz bemühen müssen. Doch wir hatten einen andere Lösung gefunden.

Nun beglückwünschten wir uns zu der Entscheidung, die Low-Budget-Variante gewählt zu haben. "Im Gegensatz wachen die anderen Reisenden nicht mit Blick auf die Highlands auf", sagte L., als wir geduscht und von belegten Bagels gesättigt im Zelt saßen und den Reißverschluss ein Stück nach draußen öffneten. Vorher hatten wir uns noch in einem Supermarkt mit Essen eingedeckt, den wir im Zentrum von Portree ausfindig gemacht hatten. Weite grüne Wiesen und Hügel, über denen morgens und abends ein leichter Nebeldunst hing, umgaben den Campingplatz. Dieser war auch alles andere als überfüllt, sondern ziemlich angenehm ruhig, als wir da waren. 

An einem Nachmittag, nachdem der Bus uns nach einer Tour über die Insel wieder in Portree abgesetzt hatte und es anfing, in Strömen zu regnen, beschlossen L. und ich, uns irgendwo mal wieder einen Black Tea zu gönnen. "Schau mal, da könnten wir rein", sagte ich und zeigte auf ein Café, das sich auf dem zentralen Dorfplatz befand undvor dem gewächshausartig anmutende Häuschen mit Tischen und Stühlen befanden, "Da wird es bestimmt gemütlich." 

Am Tresen bestellten wir uns eine große Kanne Tee und ein Kännchen Hafermilch und setzten uns mitten in Portree in eines der Glashäuser, das durch eine Wärmelampe aufgeheizt wurde. Während der Regen auf das Dach trommelte, tranken wir Tee, luden vorsorglich unsere Handyakkus auf und quatschten lange über den bisherigen Tag und unsere Eindrücke. "Du trinkst auch so gern Hafermilch im Tee wie ich, stimmt's? Oder ist das nur, weil wir gerade hier sind?", überlegte ich, als ich L. Tee nachschenkte, weil ich nur wenige wie mich kenne, die nicht nur Kaffee, sondern auch gern Tee mit Hafermilch trinken. "Ich bin so sozialisiert", erwiderte L. lachend und erklärte mir, dass es bei ihr zuhause nicht anders sei. 

Als der Regen aufgehört hatte und wir eine weitere Kanne Tee geleert hatten, spazierten wir noch ein wenig durch die regennassen Straßen von Portree und zum Hafen, der durch seine pittoreske bunte Häuserreihe am Wasser hervorstach. Sogar hier fanden wir wieder eine rote Telefonzelle vor, die offenbar als Bücherregal zum Bücher- und Sachentausch genutzt wurde, und inmitten der Sträucher in Wassernähe sowie der Highlands am Horizont ein interessantes Bild abgab. 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Quer durch die schottischen Highlands

Nachdem ich einige Tage in der Stadt verbracht hatte, freute ich mich riesig auf die geführte Bustour durch die Berge und Moore der schottischen Highlands.
In unserem Reisebus kurvten wir stundenlang in Richtung Glencoe, eine der spektakulärsten von Schottland. Das Wetter war sommerlich warm, doch niemals heiß. Von Regenwetter und Ungemütlichkeit gab es bisher keine Spur. Dabei passierten wir das Glencoe-Tal, das aus einem uralten Vulkan entstanden ist und dessen Landschaft durch diesen geprägt ist. Es erscheint sogar in einigen Filmen wie dem James-Bond-Teil "Skyfall". Während der Fahrt lernten wir, dass die Landschaft der schottischen Highlands durch die Eiszeit geprägt wurde, indem Gletscherwasser über das eisbedeckte Land floss und dabei tiefe Furchen hinterließ, die die Seen und Täler hervorriefen. Mir fiel auf, dass die Namen auf der Ortschilder immer seltener auf Englisch geschrieben waren, sondern auf Gälisch wie zum Beispiel "Gháidhealtachd", wobei es mir bis heute ein Rätsel ist, wie sich die Namen korrekt aussprechen lassen.

Der Busfahrer klärte uns darüber auf, dass zwischen 1762 und 1882 die ortansässige Bevölkerung, die in Clans lebte, durch England vertrieben wurde und viele Highlander*innen inzwischen in die USA ausgewandert sind. Daher sind die Highlands heute zu großem Teil unbesiedelt und weisen wenig Waldgebiete auf. Wir lernten in einem kleinen Freileichtmuseum eine traditionelle schottische Behausung, ein "Black House" kennen, das nach dem Vorbild von früher nachgebaut worden war. Von innen wirkte das Haus sehr dunkel und minimalistisch; insgesamt wirkte das Ganze sehr ursprünglich.

Am ersten Abend der Bustour fuhren wir in der Dämmerung über eine Autobrücke auf die in den Highlands liegende Isle of Skye im Nordwesten Schottlands. 

Der Ausblick auf die Lochs, die in der untergehenden Sonne geheimnisvoll schimmerten, bot einen Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage erwarten sollte.


Im Pub

Mit schottischen Pubs machten L. und ich in Edinburgh das erste Mal Bekanntschaft. An einem Nachmittag spazierten wir in einen Pub mit einer auffällig roten, schmucken Außenwand und suchten vergeblich die Getränkekarte. Ich hatte zwar mitbekommen, dass in Pubs immer am Tresen bestellt wird, doch ich konnte weder eine Tafel entdecken, an der Getränke angeschrieben waren, oder eine gedruckte Karte, die ich nach veganen Getränken abchecken konnte. Es stellte sich heraus, dass am Tresen direkt mitgeteilt wird, was der Gast trinken möchte. Aus mir im Nachhinein unerklärlichen Gründen kam es dazu, dass L. sich eine Limonade und ich mir einen Tomatensaft bestellte, dabei gab es in der Umgebung nichts, was auf die Atmosphäre innerhalb eines Flugzeugs hinwies, wo üblicherweise Tomatensaft ausgeschenkt wird. Zudem waren die Zeiten, in denen ich ins Flugzeug stieg, schon lange vorbei. 

Jedenfalls wird mir der Pub-Besuch als denkwürdige Erfahrung in Erinnerung bleiben. Als wir uns mit unseren Getränken nach draußen setzten, gab es keine einzelnen Tische mit Stühlen, sondern eine Ansammlung von Stühlen, die mich fast an einen Stuhlkreis erinnerte. Kein Wunder, dass Pubs für geselliges Zusammensitzen stehen.

Arthur's Seat und Salisbury Crags

Später ging es dann weiter in die Natur nahe der Innenstadt. Von Calton Hill aus hatten wir den Arthur's Seat schon bewundern können, den Hausberg , der eineinhalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. Von ihm aus hatten wir einen Blick über die ganze Stadt bis hin zu der Brücke über den Firth of Forth und zu den südlichen Highlands. Bei Letzteren sollte es nun nicht mehr lange dauern, sie zu Gesicht zu bekommen. Arthur's Seat besteht aus erstarrter Lava und ist somit vulkanischen Ursprungs wie viele andere Landschaften in Schottland. L. und ich packten auf einer Wiese am unteren Berghang unsere Sandwiches aus und stärkten uns damit für den Aufstieg. An unserer Seite lagen die Salisbury Crags, ein Gesteinsmassiv, das schroff neben dem Hausberg aufragte. Vom Berggipfel aus konnten wir wenig später auf sie hinunterblicken. Auf der Plattform auf dem Gipfel war einiges los. Wir waren nicht die einzigen, die diesen Platz für uns entdeckt hatten. Dafür, auf den Felsen zu sitzen und weit schauen zu können, lohnte sich der Aufstieg definitiv.

Ich hatte gelesen, dass es am Hang von Arthur's Seat Ruinen geben sollte, die sehenswert sein sollten. Obwohl wir an diesem Tag rund um den Berg wanderten, konnten wir sie jedoch nicht finden. Erst als wir bei unserer Rückkehr nach Edinburgh nach unserer Highlands-Tour auf dem Weg zu einer Unterkunft nahe des Bergs waren, konnten wir die Ruinen aus der Ferne erspähen. 

Wir wanderten dort direkt hin, nachdem wir unser Gepäck ins Studentenwohnheim gebracht hatten, wo wir uns für die letzte Nacht in Edinburgh eingemietet hatten. Zwar hatten wir eigentlich nicht das richtige Schuhwerk mit Sandalen und meinen Gummistiefeln bis zu den Knöcheln, doch der Weg ging nicht so weit den Berg hinauf. Daher ließen wir uns davon nicht abhalten. 

Als wir fast bei den Ruinen angelangt waren, trafen wir auf ein reisendes Paar, bei dem die Frau einen Trolley über den steinigen Weg hinter sich herschleppte. Im Vergleich zu unserem Schuhwerk sah das noch wesentlich anstrengender aus. Zwar hatte ich meinen Koffer auch schon dabei gehabt, als ich die Niagarafälle besucht hatte, doch ich hatte es bisher noch nicht erlebt, dass jemand mit Koffer wandern ging. Somit fanden wir es ganz witzig, das zu beobachten. Die Ruinen selbst waren ein Hingucker und ließen erahnen, was für eine Burg vorher an dem Platz gestanden haben mochte. Ein Durchgang war noch vollständig erhalten, durch den wir auf das Tal hinabschauen konnten.