Mittwoch, 12. Oktober 2022

Arthur's Seat und Salisbury Crags

Später ging es dann weiter in die Natur nahe der Innenstadt. Von Calton Hill aus hatten wir den Arthur's Seat schon bewundern können, den Hausberg , der eineinhalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. Von ihm aus hatten wir einen Blick über die ganze Stadt bis hin zu der Brücke über den Firth of Forth und zu den südlichen Highlands. Bei Letzteren sollte es nun nicht mehr lange dauern, sie zu Gesicht zu bekommen. Arthur's Seat besteht aus erstarrter Lava und ist somit vulkanischen Ursprungs wie viele andere Landschaften in Schottland. L. und ich packten auf einer Wiese am unteren Berghang unsere Sandwiches aus und stärkten uns damit für den Aufstieg. An unserer Seite lagen die Salisbury Crags, ein Gesteinsmassiv, das schroff neben dem Hausberg aufragte. Vom Berggipfel aus konnten wir wenig später auf sie hinunterblicken. Auf der Plattform auf dem Gipfel war einiges los. Wir waren nicht die einzigen, die diesen Platz für uns entdeckt hatten. Dafür, auf den Felsen zu sitzen und weit schauen zu können, lohnte sich der Aufstieg definitiv.

Ich hatte gelesen, dass es am Hang von Arthur's Seat Ruinen geben sollte, die sehenswert sein sollten. Obwohl wir an diesem Tag rund um den Berg wanderten, konnten wir sie jedoch nicht finden. Erst als wir bei unserer Rückkehr nach Edinburgh nach unserer Highlands-Tour auf dem Weg zu einer Unterkunft nahe des Bergs waren, konnten wir die Ruinen aus der Ferne erspähen. 

Wir wanderten dort direkt hin, nachdem wir unser Gepäck ins Studentenwohnheim gebracht hatten, wo wir uns für die letzte Nacht in Edinburgh eingemietet hatten. Zwar hatten wir eigentlich nicht das richtige Schuhwerk mit Sandalen und meinen Gummistiefeln bis zu den Knöcheln, doch der Weg ging nicht so weit den Berg hinauf. Daher ließen wir uns davon nicht abhalten. 

Als wir fast bei den Ruinen angelangt waren, trafen wir auf ein reisendes Paar, bei dem die Frau einen Trolley über den steinigen Weg hinter sich herschleppte. Im Vergleich zu unserem Schuhwerk sah das noch wesentlich anstrengender aus. Zwar hatte ich meinen Koffer auch schon dabei gehabt, als ich die Niagarafälle besucht hatte, doch ich hatte es bisher noch nicht erlebt, dass jemand mit Koffer wandern ging. Somit fanden wir es ganz witzig, das zu beobachten. Die Ruinen selbst waren ein Hingucker und ließen erahnen, was für eine Burg vorher an dem Platz gestanden haben mochte. Ein Durchgang war noch vollständig erhalten, durch den wir auf das Tal hinabschauen konnten.

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