Montag, 31. Oktober 2022
Zurück aus Ligurien
Dolce Vita vegana
Essen, das für Norditalien typisch ist, fanden wir in Form von -natürlich- Focaccia und von Farinata. Farinata besteht aus in Olivenöl gebackenem Teig aus Kichererbsenmehl mit Salz und Wasser. Das Essen hat seinen Ursprung in Genua. Was erst nicht sehr spektakulär klingt und für mich von der Optik auch nicht direkt spektakulär aussah, schmeckt absolut köstlich. M. ließ sich von dieser Entdeckung inspirieren und backte die Farinata nach, nachdem er sich bei unserer Rückkehr einen Pizzaofen anschaffte. Für unterwegs besorgten wir uns ab und zu Piadina, die auch im Supermarkt leicht zu finden sind: Dünnes, italienisches Fladenbrot mit Olivenöl im Teig, das zusammengeklappt und mit Essen gefüllt werden kann. Früher galt es als "Cibi de Strada", also Straßenessen oder Arme-Leute-Essen. Doch wenn ich eines auf meinen Reisen gelernt habe, ist es, dass das Straßenessen gerade am besten schmeckt. Unterwegs in Genua
Mittwoch, 26. Oktober 2022
Baden in Bogliasco
In Bogliasco gibt es eine antike Römerbrücke, die zwischen den bunten Häusern hervorragt, wie sich schon beim Durchqueren mit dem Zug gut erkennen lässt. Zudem gibt es weitere Brücken nahe des Strandes, wovon wir eine überquerten.
Nahe am Wasser entdeckten M. und ich beim Blick von der Straße aus einen "Lost Place", eine abgeblätterte Fassade mit Dachterrasse, die einmal einen Gastronomiebetrieb oder etwas Ähnliches gewesen war. Hierbei konnten M. und ich spekulieren, was sich dort einmal abgespielt haben mochte.
Auf dem Weg stießen wir auf einen Obsthändler, dem wir zwei pralle, verhältnismäßig große Nektarinen abkauften. Diese stammten direkt von vor Ort und waren somit unter der italienischen Sonne gereift. Beim Essen kam ich zu dem Schluss: Es war die beste Nektarine, die ich je in meinem ganzen Leben gegessen habe. M. war da ähnlicher Ansicht. Leider war der Obstverkäufer weg, als wir einige Zeit später beschlossen, zu seinem Stand zurückzukehren. Der Strand und die kleinen Einbuchtungen in den Felsen eignen sich in Bogliasco gut zum Baden, sodass M. und ich an diesem Nachmittag ins Meer sprangen. Auch hier war wieder Steinstrand und das Wasser hatte eine angenehme Temperatur. Es war hier auch niemand in Reichweite, der so etwas wie "Medusa! Medusa", schrie, was "Qualle" bedeutet, wie meine Freundin L. mir nach ihrem letzten Italienurlaub erklärt hatte. Daher hatte ich diesmal auch keine Bedenken, dass sich in unmittelbarer Nähe Feuerquallen tummeln könnten.Durch das warme Wetter waren M. und ich nach dem Schwimmen im Nu wieder trocken. Ein leichter Sommerregen rieselte auf uns hinab. Es war das erste Mal, dass es während unserer Woche in Ligurien regnete. Dieser dauerte auch nicht sehr lange an. Als wir mit dem Zug in Genua wieder ankamen, hatte es schon längst aufgehört.Bocadasse im Sonnenaufgang
Dienstag, 25. Oktober 2022
Portofino
Als M. und ich im Hafen saßen, tunkte ich meine nackten Füße in das Wasser und sah verschiedenen Fischen dabei zu, wie sie in meiner Nähe umherschwammen. Die Natur, in die Portofino eingebettet ist, kann sich wirklich sehen lassen und auch der Blick, den ich bei der Einfahrt in den Hafen hatte, bot keine schlechte Aussicht.
Mit der Atmosphäre in der belebten Innenstadt Portofinos wurden wir jedoch nicht so ganz warm während unseres Aufenthalts. Die Einkaufsstraße Via Roma war von luxuriösen Läden wie Gucci, Prada etc. und hochpreisiger Luxusgastronomie geprägt. Dies konnte M. und mich, die das einfache, italienische Essen schätzen und keine Markenkleidung kaufen, daher nicht reizen. Allein die Flasche Wasser, die M. kaufte, kostete hier gefühlt ein kleines Vermögen. Nachdem wir an diesem Tag wieder viele Eindrücke gesammelt hatten, entschieden wir uns gegen Abend, die nächste Fähre zurück nach Rapallo zu nehmen und nach Genua zurückzukehren.













