Mittwoch, 26. Oktober 2022

Baden in Bogliasco

Von Bocadasse aus spazierten M. und ich zu einer Bahnstation, von der aus uns die Bahn innerhalb weniger Minuten nach Bogliasco brachte. Wie auch Camogli gehört Bogliasco zum Küstenstreifen des Golfo Paradiso. Der Name wird diesem übrigens gerecht, wie ich finde, denn die ligurische Küste ist wahrhaftig paradiesisch. 

In Bogliasco gibt es eine antike Römerbrücke, die zwischen den bunten Häusern hervorragt, wie sich schon beim Durchqueren mit dem Zug gut erkennen lässt. Zudem gibt es weitere Brücken nahe des Strandes, wovon wir eine überquerten.

Nahe am Wasser entdeckten M. und ich beim Blick von der Straße aus einen "Lost Place", eine abgeblätterte Fassade mit Dachterrasse, die einmal einen Gastronomiebetrieb oder etwas Ähnliches gewesen war. Hierbei konnten M. und ich spekulieren, was sich dort einmal abgespielt haben mochte. 

Auf dem Weg stießen wir auf einen Obsthändler, dem wir zwei pralle, verhältnismäßig große Nektarinen abkauften. Diese stammten direkt von vor Ort und waren somit unter der italienischen Sonne gereift. Beim Essen kam ich zu dem Schluss: Es war die beste Nektarine, die ich je in meinem ganzen Leben gegessen habe. M. war da ähnlicher Ansicht. Leider war der Obstverkäufer weg, als wir einige Zeit später beschlossen, zu seinem Stand zurückzukehren. 

Der Strand und die kleinen Einbuchtungen in den Felsen eignen sich in Bogliasco gut zum Baden, sodass M. und ich an diesem Nachmittag ins Meer sprangen. Auch hier war wieder Steinstrand und das Wasser hatte eine angenehme Temperatur. Es war hier auch niemand in Reichweite, der so etwas wie "Medusa! Medusa", schrie, was "Qualle" bedeutet, wie meine Freundin L. mir nach ihrem letzten Italienurlaub erklärt hatte. Daher hatte ich diesmal auch keine Bedenken, dass sich in unmittelbarer Nähe Feuerquallen tummeln könnten.

Durch das warme Wetter waren M. und ich nach dem Schwimmen im Nu wieder trocken. Ein leichter Sommerregen rieselte auf uns hinab. Es war das erste Mal, dass es während unserer Woche in Ligurien regnete. Dieser dauerte auch nicht sehr lange an. Als wir mit dem Zug in Genua wieder ankamen, hatte es schon längst aufgehört.

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