Nur war ich nicht mehr ganz so aufgeregt wie auf dem Hinweg, da ich die Strecke schon einmal kurz zuvor gemeistert hatte. Der Unterschied zum letzten Mal war nur der, dass ich diesmal nicht in einer Stadt auf dem Weg übernachten würde. Diesmal würde ich komplett nach Norddeutschland durchfahren. Mit dem Flixbus sauste ich durch Andalusien, wo es noch hochsommerlich heiß war, nach Madrid. In Madrid deckte ich mich in einem Supermarkt mit Essen ein und setzte mich mit meinem Gepäck in einen Park, wo ich mir die Sonne auf die Nase scheinen ließ.
Im Supermarkt streifte ich zuerst durch die Obstabteilung und war schockiert darüber, wie sehr das Essen in Plastik eingepackt war: Selbst geschälte (!) Bananen und Orangen lagen in einer zusätzlich in Plastikfolie eingeschweißten Plastikschale.
Da fragte ich mich, warum den Früchten nicht einfach ihre natürliche "Verpackung", ihre Schale, gelassen wird anstatt sie durch umweltschädliches Plastik zu ersetzen. Nach meiner Pause im Park, bei der ich etwas futterte, stieg ich in den Bus nach Paris, in dem ich die Nacht durchfuhr. In meine Jacke gekuschelt döste ich ein wenig ein, während draußen der Regen zu prasseln begann. In Paris war es im Vergleich zum portugiesischen und spanischen Süden extrem ungemütlich. Es wurde wieder Zeit, mir meine Jacke anzuziehen. Über Brüssel ging es dann wieder zurück nach Deutschland und ich freute mich riesig darauf, M. wiederzusehen.
Im Nachhinein konnte ich feststellen: Per Bus und Bahn nach Lissabon war ein Erlebnis, das ein bisschen Planung und Organisation erfordert hatte, doch es lohnte sich. Die Rückreise hatte mir zudem die Gelegenheit gegeben, die Eindrücke der Reise zu sammeln und Revue passieren zu lassen.


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