Mithilfe einer Power Point Präsentation, die ich mit Fotos aus dem Internet und Stichpunkten erarbeitet hatte, stellte ich M. mehrere mögliche Reiserouten mit Bahn, Bus und Fähre innerhalb Europas vor. Da M. Italien über alles liebt (bestimmt habe ich das schonmal erwähnt), entwickelte sich der konkrete Plan, zuerst zum Karneval in Venedig zu reisen, dann über Rom, Neapel und weitere Orte über Sizilien nach Tunesien zu reisen. Zwischendurch wollten wir noch die Insel Malta besuchen, wo wir den Karneval auch gern erleben wollten. All das, was wir auf jeden Fall sehen und erleben wollten, hielten wir auf einem Vision Board fest, das bis zu Reisebeginn bei uns im Flur hing.
M. und ich läuteten schließlich das neue Jahr kurz nach Silvester damit ein, Unterkünfte und Züge zu buchen, Reisekrankenversicherungen abzuschließen und zu überprüfen, ob unser Gepäck in unsere Koffer bzw. in meinen heiß geliebten Backpacker-Rucksack passte.
Ich bin in den vergangenen Jahren schon viel gereist und in meinem Umfeld als diejenige bekannt, die wieder und wieder gern unterwegs ist. "Jetzt geht es für euch also auf Weltreise", stellte meine Freundin J. mit einem Augenzwinkern fest. Bisher war ich noch nie länger als fünf Wochen am Stück unterwegs gewesen, doch das sollte sich nun ändern. Ich hatte das große Glück, dass M. genauso große Lust auf dieses Abenteuer hatte wie ich. Die Frage, wie es sich für mich anfühlen würde, länger als für einen gewöhnlichen "Urlaub" aus Deutschland weg zu sein, stellte sich mir auch schon seit einiger Zeit. Drei Monate erschienen mir im Vergleich zu ein paar Wochen heftig lang, doch je näher der Zeitpunkt der Abreise rückte und je mehr ich desbezüglich organisiert hatte, desto realer fühlte sich unser Vorhaben an.
Nach dem aufregenden Start ins Jahr 2023, jede Menge Verabschiedungen und unermesslicher Vorfreude -auf geht's zusammen mit meiner großen Liebe auf unsere große Reise, yippieh!- klingelte früh morgens der Wecker und wir machten uns in Wintermontur auf den Weg zum Hauptbahnhof. Es wirkte wie bei fast jeder Reise, die wir bisher angetreten hatten, und bei der wir nach spätestens ein paar Wochen zurückgekehrt waren. Ich war nun mehr als bereit für die Reise und war hellwach trotz der frühen Stunde.
Noch wussten wir nicht, was uns die kommenden Monate alles erwarten würde. Das, was ich während der Zeit erlebt habe, wie M. und ich mit Zügen und Fähren immer weiter Richtung Süden gereist sind und nach unserer Zeit in Tunesien zurückgekehrt sind, das möchte ich in den folgenden Blogbeiträgen Revue passieren lassen.


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