Freitag, 16. Oktober 2015

Osaka

Als K. und ich in Japan aus dem Flugzeug gestiegen sind, ist für uns die Temperatur im Vergleich zu Singapur gesunken. Ich laufe nicht mehr schwitzend in kurzer Hose und Top bei 30 Grad durch die City, sondern trage lange Jeans, passend zu den etwa 22 Grad in Osaka.
Das Viertel Shinkansen, das wir besucht haben, ist sehr bunt und belebt, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. An vielen Ecken sind riesige, cartoonartige Buddhafiguren aufgestellt, deren Gesicht allerdings nicht viel Ähnlichkeit mit einem Buddha besitzt. Zudem entdeckten wir überall Automaten, aus denen man Plastikfiguren oder Hello-Kitty-Figuren ziehen kann. Hello Kitty ist tatsächlich eine beliebte Kultfigur in Japan, sodass ich mit dem Gedanken spiele, ein Exemplar des Stofftiers als Souvenir nach Deutschland mitzubringen. Dafür mein Geld am Automaten verprassen wollte ich allerdings nicht. K. entschied sich für kleine Plastiktiere, die wesentlich einfacher zu bekommen waren, und zog drei davon als Andenken aus dem Automaten. Spielhallen, in denen in mehreren Reihen Menschen am Bildschirm sitzen und spielen, gab es hier auch in unglaublichen Mengen zu finden. Wegen der dröhnenden Dudelmusik, die daraus ertönte, ergriffen wir davor lieber die Flucht.
In der Dunkelheit leuchtete das Viertel mit dem Turm im Zentrum in Neonlichtern auf und wirkte damit noch aufregender als bei Tageslicht.
Vom ersten Moment in Japan merkte ich, dass es noch wieder ganz anders war als die Orte, an denen wir zuvor gewesen waren.
Überall blinkten mir japanische Schriftzeichen entgegen, eine englische Übersetzung gab es selten. Die Reisgerichte schmeckten besser als das deutsche Sushi. Und die Häuser wirkten städtisch, aber teilweise doch niedlich mit den dunklen, geschwungenen Dächern. Besonders in Nishikinohama, dem kleinen Vorort, in dem wir zurzeit wohnen.

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