Sonntag, 7. April 2019

Coney Island

Coney Island erreichten L. und ich dadurch, dass wir zum südlichsten Zipfel Manhattans führen, direkt an die Atlantikküste. Dort befindet sich ein riesiger Freizeitpark mit nostalgischem Charme. Er hatte nicht geöffnet, doch L. und ich nutzten die Zeit, um an der Strandpromenade durch den kühlen Küstenwind zu laufen und dabei die verschiedenen Attraktionen des Parks in Coney Island anzusehen, während die Sonne im Meer versank. Den wärmsten Tag während unserer Woche in New York wollten wir dafür nutzen, den Ort außerhalb der City zu besuchen und das Meer zu sehen.

Insgesamt gefiel es mir, am Strand zu sein, und fernab des Trubels in New York die besondere Atmosphäre aufzunehmen, während mir der Wind ins Gesicht wehte.

“Ist es nicht ein seltsamer Gedanke“, sagte ich zu L.. als wir über den Atlantik blickten. “Dass hinter diesem Ozean unser Zuhause liegt?“ L. fand das auch. Als Geschichtsstudentinnen hatten wir gelernt, dass es unglaublich viel Mühe vor dreihundert Jahren noch gekostet hatte, den Ozean mit Schiffen zu bezwingen. Ich war in acht Stunden Direktflug einfach hinübergeflogen und nahm ihn erst jetzt, vor meinen Füßen, wahr. Sechstausend Kilometer Strecke über den Ozean hinweg trennten uns von Europa.


Während wir die Strandpromenade entlang wanderten, sahen wir die große Kulisse des Freizeitparks, der wie ausgestorben in der Dämmerung lag und doch einen sehenswerten Anblick bot. Zudem konnten wir einige Streetart-Wälle bewundern, von denen wir schon einige in den USA gesehen hatten. Sie präsentierten Bilder, die auf den Plastikmüll im Meer hinwiesen. Meiner Meinung nach ist dies an der Ostküste der USA auch ein wichtiges Thema, da hier viel Plastik verbraucht wird und ich bei jedem Einkauf die Verkäufer/innen darum bitten musste, nicht alles in Plastik einzupacken.

Als es dunkel wurde und auch innerhalb des Freizeitparks kein Licht mehr leuchtete, begaben L. und ich uns auf den Weg nachhause. In Coney Island war es inzwischen ziemlich finster und ruhig geworden.

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