Sonntag, 7. April 2019

Ein Tag in Philadelphia

Philadelphia liegt mit dem Bus zwei Stunden von New York City entfernt, sodass L. und ich während der Zeit dort einen Tagesausflug in die Stadt planten. Sie ist die größte Stadt Pennsylvanias und hat geschichtlich viel zu bieten. L. und ich besichtigten das Haus, in dem die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde, und die Liberty Bell, die Glocke aus dem zugehörigen Glockenturm, als Symbol der Freiheit ausgestellt ist.

Zahlreiche Gebäude schimmerten weiß und die Architektur insgesamt stellte einen Kontrast zu den Wolkenkratzern New Yorks dar. Einige Hochbauten gibt es auch hier, doch dazwischen sind auch viele historische Gebäude, die an alte Zeiten erinnern. L. fühlte sich hier sehr wohl; sie liebte die schönen, verzierten Bauten und die Geschichte der Stadt, die überall ersichtlich war. Wir bekamen sogar die Gelegenheit, Bibliotheksluft zu schnuppern, worüber sie sich sehr freute. Tatsächlich waren in der Bibliothek auch viele altdeutsche Schriften unter den poetischen Werken zu finden. Der europäische Einfluss auf die Ostküste der USA ist unverkennbar.

Philadelphia wird aufgrund der Geschichte als Stadt der brüderlichen Liebe bezeichnet, was sich durch die knallrote Love-Statue im Zentrum äußert. "City of Brotherly Love" oder "Philly" wird diese Stadt daher auch liebevoll genannt. Liebe wird in Philadelphia ganz groß geschrieben, was wir auch anhand Mural Arts und zahlreiche Herzen an den Hauswänden bemerkten. Eine Statue mit dem Schriftzug "Amor", erotische Liebe, fanden wir auch, allerdings steht die allgegenwärtige Liebe im Fokus, die Liebe zu anderen Menschen insgesamt.

Eine Straße mit vielen heimeligen Cafés fanden L. und ich am Ende des Tages auch noch, in der zudem wieder viele bunte Murals zu finden waren und ganze Hausfassaden, die mit Mosaiksteinchen verziert waren.Am Ende des Tages waren wir von den Eindrücken des Tages so erschöpft, dass wir uns während der Wartezeit auf den Bus auf den Bürgersteig setzten und die Eindrücke zu verarbeiten versuchten.
L. stellte fest, dass ihr Philadelphia fast noch besser gefiel als New York City. Mir gefiel es, Philadelphia an diesem Tag erlebt zu haben, doch ich kann nicht leugnen, dass ich dem Reiz New York Citys in den letzten Tagen erlegen war, auch wenn es kein Ort ist, an dem ich gern dauerhaft bleiben würde. Erschöpft, aber glücklich ließen wir uns auf die Sitze des Reisebusses fallen, um nach New York zurück zu fahren.

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