Donnerstag, 9. September 2021
Auf Schienen zurück nachhause
Sonntag, 5. September 2021
Vegane Paella & Co: Vegan in Spanien
Als Brotaufstrich kauften wir meisten Hummus, Guacomole aus Avocado und Tomate ein sowie Salsa-Soßen, die sehr häufig mit veganer Rezeptur zu finden waren. Vorteilhaft war es, dass in den meisten Supermärkten die veganen Produkte gekennzeichnet waren. Zudem gab es wenig Supermärkte, die keinen Sojajoghurt anboten. Ich fand sogar Sorten, die ich in Deutschland bisher nicht gefunden hatte, und nutzte die Gelegenheit, sie zu probieren.
Auch an veganen Restaurants mangelte es uns nicht. Im Viertel Barceloneta in Barcelona besuchten wir einen Abend die Vegan Sangria Bar, in der es unter anderem vegane Paella gab. Diese war sogar mit meeresfrüchteähnlichen Fleischalternativen dekoriert. Aus einem früheren Besuch in Spanien assoziierte ich Paella mit einer riesigen schwarzen Kochschale, an deren beiden Seiten sich Henkel befanden, so angefüllt mit dem Reisgericht, dass zwei Personen davon üppig essen konnten. Als uns dann für ein sehr kleiner Kochtopf vorgesetzt wurde, in Vorspeisengröße, war ich ein wenig enttäuscht. Daraufhin holte ich mir bei einem Imbiss ein Pitabrot mit Falafel und Mario fand eine neapolitanische Steinofenpizza, sodass wir diesen Abend dennoch satt und zufrieden wurden.Vegane Restaurants gibt es generell viele. Vor allem in Barcelona ist die Auswahl nicht gering. Dort stießen wir sogar auf einige vegane Supermärkte, in denen wir interessiert stöberten. Witzigerweise wurden wir auf einen Penny-Markt Nähe des Plaza Catalunyas aufmerksam, in dem wir im Veganer-Paradies schwelgen konnten. Hier konnten wir vegane Nuggets, Tortilla, Mozzarella, Nussgetränke und sogar ganze Kokosnüsse zum Trinken finden. Die Kokosnuss wurde unser Abschiedsgetränk auf der Reise, das wir uns am letzten Abend am Infinity-Pool unseres Hotels genossen.
Auf ein Neues, Barcelona
Unterwegs mit Zügen und Fernbussen
Catalanian Bay und der letzte Tag in Gibraltar
Nachdem wir einen Tag lang den Affenfelsen in Gibraltar erkundet hatten, wollten M. und ich am folgenden Tag zum Fuß des Berges gehen und uns ein morgendliches Bad im Meer gönnen. Der Strand der Catalanian Bay besticht durch die Reihe bunter Häuser, über denen der Felsen aufragt. Wir waren schon morgens da, sodass außer uns nur ein paar Möwen über den Sand liefen. Das Wasser fühlte sich eiskalt an, doch wir hatten viel Spaß, sobald wir uns hineingewagt hatten. Ich muss zugeben, ich liebe einsame Strände, an denen sich kaum Menschen tummeln.
An diesem Morgen hatte ich nur leider das Pech, dass ich auf ein Petermännchen trat, einem giftigen Fisch mit Stacheln auf dem Rücken, der sich in der Ruhe nah zum Ufer getraut hatte. Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas von diesem Fisch gehört. Ich sollte es erst erfahren, nachdem ich feststellte, dass der Stich an meinem Fuß krampfartige Schmerzen hervorrief und keinesfalls daherkommen konnte, dass ich auf eine scharfkantige Muschel getreten war, wie ich zuerst dachte. Nachdem der Krankenwagen mich ins örtliche Krankenhaus gebracht hatte, wurde mir dort eine Infusion verabreicht, die sich zum Glück als sehr wirksam herausstellte. Meine Freundinnen daheim googelten den Fisch und stellten fest, dass es Petermännchen auch in der Ostsee gibt. An sich passiert solch ein Zwischenfall wohl sehr selten, doch theoretisch kann es fast überall in Europa passieren, wo sich das Meer befindet. Ich riet ihnen, bei ihrem nächsten Urlaub unbedingt eine Reisekrankenversicherung mitzunehmen, nachdem sie sich in meinem Fall bewährt hatte.
Den Tag erholte ich mich in unserem Hotelzimmer in La Línea de la Conception und wurde von M. mit Eiskaffee und leckerem Essen versorgt. Ich war zuversichtlich, die Reise so wie geplant fortsetzen zu können. Einen Tag später sollte es ohnehin mit dem Reisebus zurück nach Sevilla gehen, wo wir noch einmal nächtigen wollten, bis es wieder zurück nach Barcelona gehen sollte. Nun freuten M. und ich uns darauf, bald wieder in Barcelona sein zu können, das uns schon ein wenig vertraut erschien und schon bei den ersten gemeinsamen Tagen dort sehr gefallen hatte.
Samstag, 4. September 2021
Die Affenfelsen von Gibraltar
Seien wir ehrlich- besonders freuten M. und ich uns bei unserem Besuch in Gibraltar auf die wilden Affen, die auf der Spitze des bekannten Felsen hausten. Bei der Seilbahnstation im Tal erhielten wir ein Ticket, das uns erlaubte, den Naturpark auf dem Felsen zu betreten. Wir entschieden uns jedoch, den Berg nicht mit der Seilbahn hinaufzufahren, sondern ihn über die Mediterranian Steps zu erklimmen. Auf diesem Weg ging es über den in kreideweißen Stein gehauenen Weg steil den Berg hinauf. Zwischendurch kamen wir an ein paar Ausgucken und Bunkern mit Aussicht auf das Meer vorbei, in denen früher Kanonen platziert worden waren. In der aufsteigenden Sonne und aufgrund des herausfordernden Aufstieges kamen wir durchgeschwitzt, doch voller Vorfreude auf das, was wir sehen würden, an der Spitze an. Zu dem ehemaligen Militärstützpunkt fanden wir auf dem Berg auch ein Museum.
Als wir uns dem kleinen Skywalk mit Glasboden näherten, sahen wir die ersten Berberaffen. Der Skywalk war nicht ganz so beeindruckend, wie Adrenalinjunkies es sich vielleicht erhoffen würden, doch ein schöner Aussichtspunkt war es allemal. Auf dem weiteren Weg über den Gipfel begegneten wir vielen weiteren Affen. Meine vorherige Recherche hatte ergeben, dass Vorsicht geboten sei, weil sich die frechen Affen gern an den Handtaschen und Rucksäcken der Besucher*innen zu schaffen machen. Es wird vermutet, dass sie irgendwo ein Sammelsurium an geklauten Handys verborgen haben.
Zum Glück war der Griff vom Reißverschluss meiner Handtasche ohnehin kaputt, sodass auch durch fingerfertige Affenhände nicht so leicht zu öffnen war. Unsere Wertsachen hatten wir gut verpackt. Ein kleiner Affe sprang mir sogar auf die Schulter und fing an, in meinen Haaren herumzuspielen. Als er danach anfing, an meinem Netzoberteil herum zu zupfen, versuchte M., ihn davon abzuhalten, was dem Affen gar nicht gut gefiel. Auf Tuchfühlung gingen die Affen mehrmals; einer setzte sich M. einfach auf den Schoß. Scheu waren die Tiere definitiv nicht, und waren die zahlreichen Menschen, in deren Taschen sie Essen vermuteten, gewohnt. Sobald M. den Reißverschluss seines Rucksacks öffnete, als wir im Schatten saßen und etwas trinken wollten, waren gleich mehrere Affenaugenpaare auf ihn gerichtet.Als weiteres Highlight konnten wir noch die unterirdische Welt des Felsen entdecken, in dem sich die märchenhaften St. Michaels Caves verbergen. Dort finden regelmäßig Konzerte statt, außerhalb davon kann man als Besucher*in zwischen den bunt angeleuchteten Tropfsteinformationen hindurchlaufen und die Struktur des durch Wasser geformten Gesteins bestaunen.
Von La Línea de la Conception nach Gibraltar
Los Cahorros de Monarchil
Wir liefen lange Zeit eine Straße lang, die aus Granada hinausführte, und hatten dabei immer in weiter Ferne den Blick auf die Bergkulisse vor uns, an der wir uns orientieren konnten. In einem Dorf kurz vor dem Nationalpark freuten wir uns, auf einen Kiosk zu stoßen, in dem wir uns ein wenig frisches Obst und neue Getränke kaufen konnten. Je mehr die Zeit verging, desto wärmer wurde der Tag und wir kamen inzwischen sehr in Schwitzen.
Nach einiger Zeit wies uns ein Schild den Weg zu den Cahorros de Monarchil, die wir kurz darauf erreichten, nachdem wir einige Zeit einen Weg zwischen Bach und Dickicht gelaufen waren. Dort fanden wir die erste rote Hängebrücke, auf die noch weitere folgten. Eine befand sich etwas höher, über einem Wasserfall, der die Felswand hinunterlief. Einige Menschen erfrischten sich in dem Wasser und wir nahmen uns vor, auf dem Rückweg zu dieser Stelle hinunterzugehen.
Ein weiteres Erlebnis sollte direkt danach folgen, als M. und ich zum Wasserfall hinabstiegen, unsere Badesachen anzogen und eine Dusche in dem kalten Wasser nahmen. Wie erwartet war das Wasser eiskalt, doch sehr erfrischend und genau das Richtige, nachdem wir bereits viele Stunden in der Sonne verbracht hatten. Nach der Dusche unter dem Wasserfall und einiger Zeit, die wir auf den Felsen davor saßen und dem Wasserrauschen zugehörten, fühlte ich mich bereit, die Tour fortzusetzen, und M. auch.
Wir spazierten ein wenig durch die umliegende, bergige Landschaft und begaben uns auf den Rückweg nach Granada, wie wir gekommen waren. Die späte Nachmittagshitze war noch heißer als zuvor, sodass wir uns zwischendurch immer wieder mit unseren Getränken stärkten. Irgendwann waren unsere Flaschen alle, weswegen wir beschlossen, bei dem nächstgelegenen Kiosk unseren Flüssigkeitsvorrat wieder aufzufüllen, Der Kiosk, bei dem wir auf dem Hinweg eingekauft hatten, war leider bereits geschlossen.
Und selbst, als wir den langen Fußmarsch nach Granada bewältigt hatten und uns in der Wohngegend vor dem Zentrum befanden, waren an sämtlichen Gebäuden die Rollläden heruntergelassen: Granada befand sich noch immer in der Siesta, während wir beiden Verrückten stundenlang durch die Gegend liefen. Ein wenig dichter am Zentrum fanden wir endlich einen Supermarkt, in dem wir eine große Flasche Wasser kauften, die wir beide zusammen innerhalb kürzester Zeit leerten. Es gibt bei Hitze und nach körperlicher Anstrengung nichts Köstlicheres als kaltes Wasser, das erfrischend und klar die Kehle hinabrinnt. Erschöpft, aber glücklich ließen wir uns in unserem Hotel auf das Bett fallen.Am Abend fiel ich fast nochmal und zwar von einem imaginären Stuhl, nachdem M. mir eröffnete, wie viel wir an diesem Tag gelaufen waren: Circa zweiundzwanzig Kilometer. "Wenn ich das gewusst hätte", sagte M. "Dann wäre ich nicht zu Fuß losgelaufen." Im Nachhinein bin ich froh darüber, da ich den Tag, so wie wir ihn erlebt haben, nur ungern missen möchte.
Alhambra
Trotz oder vielleicht gerade wegen Corona bekamen wir einen Tag vorher direkt für den nächsten Morgen ein Ticket für den Rundgang in der Alhambra. Dass die Tickets sehr schwer zu kriegen seien und überhaupt unklar wäre, wie lange die Alhambra für die Öffentlichkeit noch zugänglich sei, erfuhr ich erst später von meinem Umfeld zuhause. Nach einem Spaziergang durch das morgendliche, noch ausgestorbene Granada, in dem gerade die Sonne aufging, saßen M. und ich mit einem Kaffee für mich und einer Cola für ihn am Eingang der Alhambra und beobachteten die ersten herumstreifenden Besucher*innen sowie ein paar Katzen, die das Gelände offensichtlich als ihr Zuhause betrachteten. Für mich war es ein wunderschöner Moment, die Sonne langsam aufgehen zu sehen und zu wissen, dass wieder einmal ein spannender Tag auf mich warten würde, für den es sich gelohnt hatte, früh aufzustehen.
Zuerst gingen M. und ich zu den Nazriden Palästen, für die es erforderlich gewesen war, voraus den Besuch zu einer bestimmten Uhrzeit zu buchen, und die sich nach unserem Geschmack als den schönsten Teil des Alhambra-Geländes herausstellten. Es gab so viele kunstvolle Details, dass wir nicht wussten, wohin wir zuerst schauen sollten, und doch war das Ganze keinesfalls kitschig. Auf dem Gelände wurden wir mehrfach kontrolliert und mussten unser Ticket vorzeigen, sodass die Sicherheitsmitarbeiter*innen genau verfolgen konnten, an welchem Punkt der Alhambra wir uns gerade aufhielten. Die Sicherheitsstandards schienen hier ziemlich hoch zu sein.Neben den Nazriden Palästen konnten wir noch durch einige Gärten mit Springbrunnen und Säulen schlendern und zwischendurch durch die Fensterbögen auf die etwas tiefer gelegene Stadt Granada hinabschauen. Nachdem wir das Gelände der Alhambra verließen, konnte ich im Park del Carmen, der direkt daneben, auch auf dem Berg lag, Bekanntschaft mit einem Pfau machen. In diesem Park spazieren Pfauen zwischen Palmen und Springbrunnen herum. Hier war es noch ruhiger als auf dem Gelände der Alhambra, das auch schon wesentlich weniger besucht war, als ich gerechnet hatte. Einer der Pfauen hatte es sich in einer Nische des Parks gemütlich gemacht und hielt dort offensichtlich ein Mittagsschläfchen.
Granada
Sevilla für Anfänger
2. In einer Markthalle, in der die Innenräume mit Sprühwasseranlagen (tatsächlich ist in der Gastronomie vor Ort üblich, die Besucher*innen durch leichten Sprühwassernebel zu erfrischen) gekühlt wurden, konnten M. und ich einen veganen Imbiss namens "Veganitessen" entdecken. Dort konnte ich zum ersten Mal eine vegane spanische Tortilla probieren und war davon vollends überzeugt- und von den Preisen dort auch.
3. Für Fans von alten Römischen Bauten ist etwas außerhalb der Stadt die römische Ausgrabungsstätte Italica interessant, von der M. sehr begeistert war. Ich habe bisher noch keine Ausgrabungsstätte oder ein Museum gesehen, in dem solch alte Objekte und Bauten noch dermaßen gut erhalten sind. Außerdem kam für mich, als ich mit meinem Sonnenhut auf dem Kopf (den mir M. in einer der zahlreichen Accessoire-Läden in Sevilla gekauft hatte) die historische, mit Steinen gepflasterte Straße in Italica entlangspazierte, ziemliches Sommerurlaubs-Feeling auf. Übrigens war das der einzige Ort während unserer Zeit in Sevilla, für den wir mit den Bus fuhren. Die Stadt selbst konnten wir komplett fußläufig entdecken.4. Nur eine Straße weiter von unserer Unterkunft befand sich das Metropol Parasol, auch "Las Settas", die Pilze, genannt, ein gigantisches Holzkonstrukt moderner Architektur, das sich von dem restlichen, altstädtischen Sevilla stark unterscheidet. Ich kam mir vor, als würden M. und ich durch ein weißes Schneckenhaus laufen, nur dass die Wege nach oben hin offen waren. Innerhalb kurzer Zeit hatten wir die verschlungenen Wege der Las Settas abgelaufen und dies als Einstimmung auf den Abend einmal mitgenommen.
5. Grünflächen sind nicht das Erste, was mir im Zusammenhang mit der andalusischen Stadt in den Sinn kommt. Als M. und ich den letzten Tag vor unserer Abreise nach Granada damit verbringen wollten, etwas auszuspannen, konnten wir jedoch etwas am Stadtrand einen sehr großen Park mit grünen Wiesen ausmachen. Da wir wahrscheinlich wieder einige der wenigen waren, die sich in der Nachmittagshitze hinauswagten, hatten wir den riesigen Park fast für uns allein. Nur in dem Wasserbecken, an dessen Rand wir unsere Picknickdecke platzierten, probierten sich ein paar Wakeboarder aus, was für uns auch ein willkommenes Schauspiel darstellte. Der ruhige Park war für uns perfekt, um etwas in der Sonne zu liegen und unsere Batterien für die Weiterreise aufzuladen.Freitag, 3. September 2021
Hinab nach Andalusien: Sevilla
Das mit dem Flamenco und den detailliert verzierten Plätzen stimmt zwar so, jedoch habe ich auf unserer Reise nach Sevilla wieder einmal die Erfahrung gemacht, dass wir uns erst dann ein realistisches Bild von einem Ort machen können, wenn wir da waren. Selbst wenn wir unzählige Fotos von diesem einen Ort gesehen haben, viele, die vor uns da waren, uns in allen Facetten davon berichtet haben, letztendlich ist es deine eigene Wahrnehmung von einem Ort, die dafür entscheidend ist, wie du ihn in Erinnerung behältst. Sevilla ist eine Stadt, die von der maurischen Architektur und dem andalusischen Flair lebt. Diesen erlebten M. und ich auf dem Plaza Espana und dem anliegenden Park María Luisa sowie in der gesamten Innenstadt mit dem Torre del Oro und der Kathedrale.
Vor unserem Trip hatte ich mich schon darauf vorbereitet, dass uns 40°C Grad erwarten sollten. Was wir jedoch lernten während der Tage in Sevilla und allgemein in Andalusien, war die Wichtigkeit der Siesta. M. und ich kamen uns vor, als würden wir aus der Reihe tanzten, wenn wir in der drückenden Mittagshitze durch die ausgestorbenen Gassen liefen. Selbst die Supermärkte hatten geschlossen und nur der eine oder andere kleine Straßenkiosk bot uns die Möglichkeit, etwas zu trinken zu kaufen. Die anderen Menschen hielten sich offensichtlich nach 13 Uhr im Haus auf und verließen es erst in den frühen Abendstunden wieder. Da war es kein Wunder, dass viele Restaurants erst um 20 Uhr öffneten. Selbst um diese Uhrzeit gehörten wir zu den frühen Gästen und staunten darüber, wie sehr sich die Innenstadt Sevillas beim Einbruch der Dunkelheit mit Menschen füllte.
Nach einigen Tagen passten wir uns etwas an und entspannten uns nach einem morgendlichen Streifzug durch die Stadt in unser Airbnb-Unterkunft, die mit dem höhergelegenen Schlafboden zwar sehr gemütlich war und uns zum ersten Mal auf unserer Reise eine eigene Küchenecke bot, jedoch etwas dunkel war. In dieser Zeit planten wir den Fortgang unserer Reise. Ein paar Stunden später gingen wir erneut hinaus, mit kühlen Getränken im Gepäck und mit einem Mittagessen gestärkt, und machten uns auf, Sevilla weiter zu erkunden.
Montserrat
Das Flair in Barcelona
Insgesamt fiel uns auf, dass es in Barcelona sehr viele junge Leute gab und der Umgang untereinander sich sehr locker gestaltete. Katalanische und spanische Wortfetzen flogen um uns herum, die spanisches Lebensgefühl mit katalanischem verbanden, wenn wir in der Bahn saßen oder durch die Innenstadt liefen. In der Bahn sahen uns morgens viele freundliche Gesichter entgegen, Selbst mit Englisch kamen wir gut weiter, da sich in der Stadt Menschen aus aller Welt tummeln. Mir gefielen die warme Luft, die während unserer Zeit dort jedoch meistens sehr angenehm blieb, und nicht zuletzt die Palmen, die am Straßenrand alleenartig angepflanzt waren (habe ich schon erwähnt, wie sehr ich Palmen liebe?). Als M. und ich wieder aus Barcelona zur Weiterreise nach Andalusien aufbrachen, hielten wir es für eine gute Entscheidung, für die letzten Tage unseres Interrailtrips noch einmal hierher zurückkehren und, da wir ohnehin in der Stadt umsteigen mussten, ein paar Tage zu bleiben.
Mittwoch, 1. September 2021
Parks in Barcelona
Da ich M. und ich nur wenig von dem Park Güell gesehen hatten, kamen wir am nächsten Morgen nach acht Uhr wieder und besorgten uns diesmal am Eingang ein Ticket. Nun konnten wir in aller Ruhe durch den Park schlendern und dabei sogar ein paar grüne Papageien beobachten- diese begegneten uns in Europa an erstaunlich vielen Ecken.
Einige Tage später besuchten wir das Labyrinth del Hortas, ein aus Hecken errichteter Irrgarten, in dem wir uns neben einer Schulklasse absichtlich etwas verliefen, und das eher an einen Schlossgarten mit seinen gestutzten Hecken und geraden Linien erinnerte. Insgesamt sagte mir Gaudís Stil fernab der Norm wesentlich mehr zu.

































