Samstag, 4. September 2021

Von La Línea de la Conception nach Gibraltar

Auf den Ort La Línea de la Conception wurde ich nur deshalb aufmerksam, weil M. und ich nach Gibraltar reisen wollten. Der Ort liegt an der Grenze zu Gibraltar und war von Sevilla gut aus mit Reisebussen zu erreichen. Ein Zug führte nicht dorthin, sodass wir ausnahmsweise in den Bus stiegen, um vier Stunden später in La Línea de la Conception anzukommen. Zuvor waren wir dafür von Granada aus noch einmal nach Sevilla zurückgekehrt und hatten in einem Park nahe des Busbahnhofs Uno gespielt, bis unser Reisebus startete.

Im Gegensatz zu Gibraltar vermittelte uns La Línea de la Conception die Atmosphäre eines Vorstadtortes mit schlichter Infrastruktur und ein paar dunkleren Straßenecken, dennoch gab es zwischendrin einige bunte Ecken, die mir sehr gefielen: Darunter eine Gasse zwischen den Häusern, die von einer Ansammlung bunter Schirme überdacht wird.

M. und ich liefen von unserem Hotel in La Línea de la Conception etwa 10 Minuten zur Grenze zu Gibraltar, fischten dann unseren Personalausweis aus unserer Tasche und zeigten sie den Grenzbeamt*innen vor, bevor wir uns auf dem Boden Gibraltars befanden. Wie ich auf dieser Reise lernte, gehört Gibraltar nicht zu Spanien, sondern ist britisches Hoheitsgebiet, weshalb der kleine Ort an der Küste kein Teil der EU ist. Gibraltar ist klein, doch sehr interessant, da es ein wenig aus dem Rahmen fällt. Bezahlt wird mit Gibraltar-Pfund. Euros werden auch angenommen, jedoch erhielt ich als Wechselgeld Pfund zurück, als ich im Supermarkt mit einem Fünfziger-Schein bezahlte. 

Als M. und ich die Grenze übertraten, mussten wir das Rollfeld des Flughafens überqueren. Mehr als einmal wurden wir Zeuge davon, dass die Straße und der Fußgängerweg in die Stadt gesperrt wurden, weil gerade ein Flugzeug landete oder startete. Innerhalb der Main Street wurde das britische Flair erkennbar anhand der roten Telefonzellen und roten Briefkästen sowie anderen Details, die mit dem bekannten Affenfelsen im Hintergrund und den von Palmen gesäumten Straßen ein kurioses Bild ergaben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen