Mittwoch, 1. September 2021

Gaudí, gotische Archiktektur und das Camp Nou

Fußballfans wissen sofort Bescheid, wenn ich das Camp Nou erwähne: In dem Fußballstadion des FC Barcelona werden Besichtigungen angeboten, bei denen die zahlreichen Pokale bestaunt werden können und zwischen den Sitzreihen des leeren Stadions umherspaziert werden kann. Genau das stand auf M.'s Liste der Must-Dos in Barcelona, weshalb wir einen Vormittag hinfuhren. Die Orangenbäume am Wegesrand gaben mir das Gefühl, endgültig im Süden, in einer anderen klimatischen Zone, gelandet zu sein.

Bei unserem Rundgang konnten wir das Museum des FC Barcelonas mit zahlreichen Ausstellungen zu prächtigen Pokalen, goldenen Fußballschuhen, Fotoleinwänden zu eindrucksvollen Momenten auf dem Fußballrasen und weiteren Dingen, die das Fußballfanherz begehrt bestaunen. Der Rundgang führte uns unter anderem noch in die Zuschauerreihen des Stadions, in den Presseraum und die Umkleidekabine der Fußballer. Ich kann nun sagen, es ist schon ein beeindruckendes Gefühl, in dem größten Stadion Europas zu stehen, selbst, wenn die Plätze alle leer sind, und sich vorzustellen, wie mehrere Tausend Menschen mit dem Geschehen auf dem Platz mitfiebern. Dort schossen wir einige Fotos und zogen diese am Ende unseres Rundgangs auch den Fotomontagen von den Besucher*innen mit dem Stadion im Hintergrund vor, die dort gekauft werden können.

Am Nachmittag des gleichen Tages gelangten wir zur Sagrada Familia, der gotischen Familienkirche in Barcelona, die von dem exzentrischen Künstler Gaudí entworfen wurde. Aus hellem Sandstein erbaut und fantasievoll verziert, wirkte sie alles andere als traditionell und altertümlich. Auf dem Platz davor war ich zehn Jahre zuvor als fünfzehnjähriger Teenager auf Klassenfahrt schon gewesen, hatte die Umgebung jedoch kaum noch in Erinnerung. Insgesamt sollte ich Barcelona auf dieser Reise viel eindrucksvoller erleben als auf der vorherigen, von der mir hauptsächlich eine Stadtrundfahrt in einem Doppeldeckerbus und der Anblick der Sagrada Familia im Kopf geblieben waren. 
Diesmal stiegen M. und ich aus dem Metroschacht, sahen die Kirche vor uns und umrundeten sie, um in dem dahinter liegenden Park etwas zu verweilen. Die Baukräne sind in den letzten Jahren immer noch nicht von den Kirchentürmen gewichen- und die Fertigstellung wird sich durch die Coronapandemie noch weiter verzögern.

Von dem Künstler Gaudí, der ein großer Freund von schwingenden Linien war, entdeckten wir in dieser Stadt einiges, auch mitten im Stadtgeschehen. Manchmal fingen einige Gebäude, die in ihrer ungewöhnlichen, kreativen Architektur zwischen den umliegenden herausstachen, unseren Blick auf. Zum Beispiel liegen Casa Battló und Casa Mila mitten in einer Einkaufsstraße. An dem Haus mit den Balkonen, die M. an venezianische Masken erinnerten, fand ich sofort Gefallen. 

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