Barcelona und ist vor allem für das Kloster bekannt, das sich auf dem Berg befindet. M. und ich fuhren von der Bahnstation aus ein Stück die Seilbahn den Berg hinauf bis zum Kloster, machten uns von dort aus jedoch auf den direkten Weg in die Natur. Das Gelände um das Kloster erinnerte mich an ein Dorf auf dem Berg, mit Hotels und Einkaufsmöglichkeiten, und gewissermaßen war es das ja auch.
Der Weg ging abwechselnd aufwärts und abwärts, wobei er uns wunderschöne Aussichten auf die Felsen boten, die den Berg prägten. An manchen Teilen des Weges fragten wir uns, ob das wirklich noch Weg sei. Teilweise mussten wir uns zwischen Felswänden durchzwängen oder schmale sowie steinige Wege laufen, die eher an einen Trampelpfad erinnerten als an einen Weg. Doch das machte die Tour für uns erst recht spannend.
Die meisten Teile der Route hatten wir auch vollkommen für uns allein. Als wir fast einen der Gipfel erreicht hatten, begegneten wir einer kleinen Gruppe von Bergsteigern, die zusammen mit ihrem Bergführer an einem der runden Felsen, die auf der Spitze des Gebirges thronten, hinaufkletterten. Ich stellte mir vor, wie schwindelfrei sie dafür sein mussten. Für mich und M. war es bereits ein unglaubliches Gefühl, auf einem der höchsten Punkte Montserrats in über Tausend Meter Höhe zu stehen und uns den Wind um die Nase wehen zu lassen. Zu beiden Seiten ging es steil hinunter, was uns eine weite Aussicht auf die grünen Berge mit den hellgrauen Felsen dazwischen bescherte.
Den Rückweg traten wir mit jede Menge farbenfrohen Aussichten auf unseren Handykameras und in unseren Köpfen, traten wir über die Straße zurück zum Kloster und Seilbahnstation über die Serpentinen an. Obgleich der Hinweg schöner gewesen war, freuten sich unsere Beine darüber, einen etwas ebeneren Weg zu laufen. Von der Seilbahn wurden wir wenig später steil ins Tal getragen und wir konnten uns während der Fahrt vor der Naturkulisse, vor der ich mich in der gelben Seilbahnkabine winzig klein vorkam, verabschieden.


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