Freitag, 9. Juni 2023

Hallstatt

Weitere Wasserfälle erwarteten uns bei unserem Tagesausflug nach Hallstatt. Morgens brachen wir schon früh auf und fuhren mit Bus und Bahn an einem sonnigen Tag durch das Salzburger Land. Die Berggipfel waren lediglich in etwas Nebel gehüllt, was der Kulisse wie auch schon die Tage zuvor in Salzburg eine gewisse Romantik verlieh.
Hallstatt stand schon einige Zeit auf meiner inneren Reise Bucket List, nachdem ich mich ein Jahr zuvor schon in das schweizerische Dorf Lauterbrunnen verliebt hatte. Hallstatt wurde in seiner am See gelegenen Idylle ähnlich gefeiert und ich hatte die Vermutung, dass ich mich hier genauso wohlfühlen würde. Die Tage zuvor hatte ich außerdem bei meiner Recherche über Hallstatt eine Dokumentation angesehen, in der berichtet wurde, dass das komplette Dorf in China nachgebaut wurde - und das ist kein Witz. In dem Video wirkt die Kopie in China jedoch ein wenig wie ein Freizeitpark. 

Auch bei dem Original, das M. und ich nun besuchten, waren beim genaueren Hinsehen auch Hinweise und Speisekarten in chinesischer Schrift zu finden. Menschen aus aller Welt reisten hierher, um die dörfliche Idylle am Hallstätter See zu erleben. Und ich empfand es selbst als Erlebnis, zwischen den Holzhäusern entlang zu flanieren, über den Dorfplatz zu spazieren und die Schwäne auf dem Wasser zu beobachten. Einen Wasserfall, der an einem höhergelegenen Parkplatz aus den Bergen kam, konnten wir auch bereits direkt in dem Dorf entdecken. 

Nachdem M. und ich auf einer Bank im Wasser unser "Jausen"-Brot gegessen hatten, drehten wir in einem Elektroboot ein paar Runden auf dem Hallstätter See. Das Elektroboot ist so langsam und leicht zu bedienen, dass ich keinen Bootsführerschein brauchte, um es zu lenken. Es bereitete mir einen Riesenspaß, über den See zu kurven, zu sehen, wie sich die Kulisse aus den an den Berghang gebauten Häusern immer mehr von uns entfernte und den Wind im Haar zu spüren.

Hinter Hallstatt lag ein Wanderweg, über den wir zum Schleierwasserfall gelangten, der an einer schroffen Bergwand hinunterrinnt und in einem Tal zwischen den Bergen liegt. Noch größer war der Waldbachstrub, für denen wir ein Stück bergauf wanderten, und der sich hinter ein paar Bäumen in all seiner Imposanz offenbarte. Mehrere Wasserfälle strömten zu einem zusammen und flossen in einem Bach den Berg hinunter. Abends kehrten wir gleichzeitig erschöpft und glücklich nach Salzburg zurück.

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