Samstag, 3. Juni 2023

Übers Mittelmeer zurück nach Sizilien

Nach zwei Wochen in Tunesien räumten M. und ich unsere Unterkunft in Hammamet und liefen durch die bereits warme Morgenluft zum Busbahnhof. Wir beide hofften inständig, dass die Fahrt zum Fähranleger reibungslos funktionieren würde. Vorsorglich brachen wir schon recht früh auf, um die Fähre am späten Abend nach Palermo zurück zu nehmen. Mit Bus und Bahn gelangten wir glücklicherweise ohne weitere Schwierigkeiten über Tunis zum Örtchen La Goulette, wo wir noch etwas Zeit verbrachten und auf die Fähre warteten. Ich gab unsere letzten Dinar im Supermarkt aus, da wir diese ohnehin nicht außerhalb des Land mit uns führen durften. Am Rande des Hafens aßen wir das letzte Mal tunesisches Brot mit Harissa und Mechouia. M. konnte es jetzt kaum erwarten, wieder nach Palermo zurückkehren, in die Stadt, die er auf unserer Reise so lieben gelernt hatte.

Doch bis dahin erwartete uns eine Fährenrückfahrt, die sich als chaotischer erwies als zuerst gedacht. Nach dem Einchecken hielten sich alle Fahrgäste in einer Halle auf, die nach kurzer Zeit angesichts all der Menschen aus allen Nähten zu platzen schien. Auch hier fingen die Menschen an, nach kurzer Zeit an, aus Langeweile zu rauchen, wobei das Verbotsschild auch hier ungeachtet blieb. 
Meine Laune sank mit den Stunden immer mehr, angesichts der lärmenden, von Rauchschwaden durchzogenen Halle, in der es auch keine oder kaum Sitzplätze gab. Unsere Fähre schien sich massiv zu verspäten. 
Unser Boarding fand letztendlich erst weit nach Mitternacht statt und als die Fähre ablegte, graute bereits der nächste Morgen. Zu unserem Glück holte die Fähre die verlorene Zeit wieder ein, sodass wir am Nachmittag dennoch wie geplant Palermo erreichten. 

Auch wenn ich in dem Moment sehr erschöpft war angesichts der Rückfahrt und es einiges an Herausforderungen in den beiden Wochen davor zu bewältigen gab, war ich in dem Moment dankbar. Dankbar dafür, die Gewürze, die weißen Gassen, die bunten Türen und die Farben von Tunesien kennen gelernt zu haben.

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