Erst überlegten wir, uns einen Kaffeepass bei der Tourist-Information zu holen, mit dem in verschiedenen Locations rund um den Hauptplatz Kaffee getrunken werden kann, sozusagen auf einer Kaffee-Tour. Wir entschieden uns aber dagegen, nachdem wir feststellten, dass nur Edelrestaurants daran teilnahmen.
Lieber verließen wir das Zentrum der Stadt und gingen in einen Laden in einer Nebenstraße, um uns einen Kaffee am Tresen zu gönnen, wie die Italiener*innen es auch üblicherweise tun. Hier kostete ein Espresso 1,20 Euro statt 4 Euro an dem Hauptplatz. Der Laden war klein, die Barista unterhielt sich mit einem weiteren Gast, der am Tresen saß, und bereitete mir auf meinen Wunsch hin einen Soja-Latte zu.Gestärkt mit Kaffee im Magen erkundeten M. und ich die Stadt zu Fuß. Wir liefen die Hafenpromenade entlang, wo einige Möwen posierten, zur Burg hinauf und konnten beobachten, wie die Stadt immer voller wurde und ab der Mittagszeit immer heißer. Irgendwann beschlossen wir, uns in einem Park mitten in Triest etwas im Schatten der hohen Bäume zu entspannen und unsere Brote zu essen. In dem Tümpel plantschte eine Gruppe Schildkröten und daneben lagen einige regungslos auf Steinen, während ihnen die Sonne auf den Panzer schien. Es machte mir großen Spaß, sie zu beobachten.
Am frühen Abend nahmen wir den Zug zurück nach Udine. Triest hat einiges an schöner Architektur und lebhafter Gastronomie zu bieten, doch ich freute mich nun, in das kleinstädtische Flair und die Entspanntheit Udines zurückzukehren.


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