Am frühen Abend stiegen wir auf die Fähre, auf der wir eine Kabine gemietet hatten: Die Erfahrung mit der Fähre nach und von Tunesien hatte uns gezeigt, dass es eine sehr gute Idee war. Und das war es tatsächlich: Nach einem Rundgang an Deck, bei dem wir den Sonnenuntergang beobachten konnten, fielen wir in unserer Kabine in einen tiefen, ruhigen Schlaf. Von hohem Wellengang war nichts zu spüren. Am nächsten Morgen standen wir früh auf, den die Fähre lief schon zu früher Stunde in den Hafen von Split ein. Vom Deck aus, wo noch wenig Menschen anzutreffen waren, konnten wir im Sonnenaufgang sehen, wie wunderschöne, mediterrane Berglandschaften am Ufer an uns vorbeizogen. Sie waren noch leicht von Morgennebel verhüllt. "Das ist Kroatien", rief ich, nun hellwach. Für mich war es ein Anblick, den ich so schnell nicht vergessen werde.
In Split angekommen war es nicht besonders aufwendig, das Schiff zu verlassen. Wir befanden uns schließlich immer noch in der EU. Somit nahmen wir wie all die anderen Passagiere unser Gepäck, gingen von Bord und aus dem Hafen hinaus. Nicht weit vom Hafen stießen wir direkt auf die Mauern der Altstadt aus porzellanfarbenen Gestein und ließen uns auf einer Bank inmitten des mit Palmen und Blumen gesäumten Boulevard am Wasser nieder. Der erste Eindruck von Split versprach, dass wir es mit einer sehr ästhetischen Stadt zu tun hatten, die mit Blumen an keinem Winkel der Altstadt sparte.

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