Sonntag, 4. Juni 2023

Mit Nachtzug zurück in den Norden


Ziemlich kurzfristig fanden M. und ich ein Angebot für einen Nachtzug, der uns per Direktverbindung von Palermo über Nacht nach Bologna bringen würde. Bologna war die letzte Etappe auf unserer Reise, bevor es zurück nach Deutschland gehen sollte. Wir bekamen eine Kabine für uns, die sogar mit einem eigenen Waschbecken zum Aufklappen ausgestattet war.

Während der Zugfahrt, die schon mittags begann, konnten wir vom Fenster aus beobachten, wie wir uns die sizilianische Küste entlang bewegten. Plötzlich waren in die Ferne die Liparischen Inseln, die wir von Tropea aus schon gesehen hatten, vor der sizilianischen Küste zu erkennen. Am blauen Horizont zeichneten sich ihre Umrisse deutlich ab. Wir versuchten, herauszufinden, welche der Inseln welche war, und konnten auch Stromboli dabei wieder erkennen. "Da kommen wir auch noch hin", sagte ich. Der Ausblick, den wir hatten, war nun der perfekte Abschluss unserer Zeit auf Sizilien. 

Sobald es Schlafenszeit war, wurden die Sitzbank sowie die Wand darüber von einem Zugbegleiter zu Etagenbetten umgeklappt. Der Zug fuhr anscheinend extra langsam, damit die Insassen ruhig schlafen konnten. Ich konnte tatsächlich erstaunlich gut schlafen, auch wenn der Zug während der Fahrt leicht rumpelte. Von dem Zugbegleiter waren uns zwei Hygiene-Sets mit Zahnbürsten, Zahnpasta und anderen Artikeln zur Verfügung gestellt worden, eines für M. und eines für mich. Sogar Taralli, italienische herzhafte Kekse wurden uns als Betthupferl gereicht. 

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, da wir zu früher Stunde den Bahnhof von Bologna erreichen würden. Im Zug gab es ein Frühstück, von dem zwar nicht alles vegan war, doch M. freute sich über einen Orangensaft und ich über einen Kaffee, der uns angeboten wurde. Jetzt waren wir startklar für Bologna.

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