Wie wir feststellen konnten, besteht San Marino quasi hauptsächlich aus guten Ausblicken. Nicht alle Burgtürme waren begehbar, doch der, in den wir hineinspazieren konnten, entpuppte sich als wahres Erlebnis. Über eine Leiter kletterten wir in den Burgfried hinauf, der überdacht war und kleine Fenster zu allen Seiten hin besaß. Von hier aus. konnten wir weit über das grüne Land Italiens ringsum blicken. Insgesamt fühlte ich mich bei dem Rundgang durch San Marino ins Mittelalter zurückversetzt, schließlich war es ein großes Burggelände, das wir durchquerten.
Da wunderte es wenig, dass in den Souvenirläden auch viele aufs Mittelalter bezogene Artikel wie Holzschilde etc. verkauft wurden, neben der Flagge von San Marino in verschiedenen Größen. Besonders tief ins Tal blicken konnte ich bei dem Hexenpfad, der deshalb so genannt wird, weil im Mittelalter wahrscheinlich dort als Hexe beschuldigte Frauen hinabgestoßen wurden. So makaber die Vergangenheit des Pfades auch sein mag, so sehr stellt er eines der interessantesten Pfade der Burg dar. In manchen Bereichen waren historische Kanonen ausgestellt.Nach einiger Zeit des Hinauf- und Hinablaufens innerhalb der Gassen San Marinos bekamen wir Hunger. Einen nicht ganz so gut ausgestatteten Supermarkt fanden wir nach einem längeren Fußweg weiter in Richtung Tal gefunden, sodass die dortige Ausbeute nur für einen Snack reichte. Daher setzten wir uns etwas später für eine Pizza Marinara in eines der örtlichen Restaurants. Das Essen des Zwergstaates gleicht im Grunde der italienischen Küche. Von unserem Platz am Fenster konnten wir noch einmal ganz entspannt bei einem leckeren Essen die Aussicht auf Italien genießen.


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