Samstag, 10. März 2018

Busua: Asa Baako

Als Highlight zum Schluss unserer Reise fuhren wir mit X., Lazy und B. nach Busua zum Asa Baako Festival. N. und T., die A. und ich die Tage zuvor in Cape Coast wiedergetroffen hatten, folgten im Trotro. Die verbleibenden Reisetage würden wir zu fünft in Busua verbringen.
Busua ist ein sehr kleines Dorf mit einer Straße parallel zum Strand, an der sich viele Imbisse befinden. Es zeichnet sich vor allem durch den Strand aus, der viel zu bieten hat: Hängematten zwischen den Palmen, verschiedenste Sportarten und Bootstouren. In dem Zeitraum unserer Anwesenheit war wegen des Asa Baako Festivals besonders viel los. Es fand praktisch von morgens bis abends Party statt.

Es waren wesentlich mehr unterschiedliche Nationen vertreten, als es in den anderen ghanaischen Orten der Fall gewesen war. Am Strand war den ganzen Tag Musik, wir konnten bei unserer Ankunft Surfer beobachten (Surfen stand übrigens auch auf meiner Bucket-List für Busua, dazu komme ich noch)  und jede Menge Menschen in Feierlaune waren an dem weißen Strand vorzufinden. Zudem gab es hier wunderschöne Wellen, in denen wir uns kurz nach unserer Ankunft abkühlten.

Bei der Unterkunft in der Nähe vom Strand war ich zuerst etwas enttäuscht, weil kein Bad vorzufinden war. Offenbar gingen die Leute hier in den Busch und geduscht wurde draußen in einem Beton-Gemäuer, das oben offen war. Nur dumm, dass die zugehörige Dusche abgeschlossen war und man uns keinen Schlüssel dazu gegeben hatte. Später lösten wir das Problem damit, dass wir die Duschen und Toiletten, die es am Strand gab, für wenige Cedis nutzten. Tagsüber verbrachten wir ohnehin fast die ganze Zeit am Strand, bis in den Abend hinein.

Abends gingen wir zu den Bühnen und Standorten, an denen die Musik lief, um unter dem Sternenhimmel zu tanzen oder setzten uns in den Sand, um aufs in Mondlicht getauchte Meer zu blicken. Das, was an Musik lief, war nicht immer unser Geschmack. Dies war auch ein Grund, weshalb wir uns ziemlich zeitig von der Dschungelparty, von der H. das letzte Mal so begeistert gewesen war, zurückzogen. An sich fand ich das Event, zwischen Palmen und Lichterketten, wenige Schritte vom Strand entfernt, ziemlich besonders, doch letztendlich begaben wir uns lieber zum Lagerfeuer am Strandabschnitt daneben.
Wenn es uns zu trubelig wurde am Strand mit den vielen feiernden Menschen, machten wir uns auf dem Weg zu unserem Zimmer.

Nachdem wir so viel durch Ghana gereist waren und eine Menge unterschiedlicher Eindrücke gewonnen hatten, fühlte ich mich in Busua endlich angekommen. Es war unsere letzte Etappe, an der einfach nur gefeiert wurde (auch mein Geburstag) und wo wir etwas länger bleiben konnten. Manchmal lag ich einfach nur in der Hängematte am Strand, und versuchte, die ganzen Eindrücke von davor zu verarbeiten. Busua war einer der Orte in Ghana, an denen ich mich am wohlsten fühlte.

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