Der afrikanische Markt in Accra ist, wie man sich vielleicht schon vorstellen kann, sehr farbenfroh. Das trifft sowohl auf die von den Händlern angepriesene Ware zu als auch auf Dekosachen aller Art. Es ging ähnlich zu wie auf einem türkischen Bazar, jeder wollte einen reinbitten und uns die Ware vorzeigen. An Angeboten mangelte es nicht, doch ich stellte schnell fest, dass die allzu bunte Mode nicht meins ist. Oftmals präsentierten uns Künstler gemalte Bilder mit Motiven wie Zebras in der Steppe oder Frauen, die einen Obstkorb auf dem Kopf trugen. Ich musste ziemlich schnell klar machen, dass ich nicht vorhatte, mit meinem Backpacker-Rucksack eingerollte Gemälde, Mini-Trommeln oder bunt gemusterte Jumpsuits mit nach Deutschland zu nehmen.
Lustig wurde es bei einem Trommlerstand, wo wir von dem Händler eingeladen wurden, hinzusetzen und die Trommeln vor uns zu stellen und zu trommeln. Ich hab noch nie getrommelt und bin auch sonst nicht besonders musikalisch begabt. Spaßig war es trotzdem zusammen mit A. und H.
Zu meinem Erstaunen befand sich in Accra sogar ein Kino, was in Ghana eher ungewöhnlich ist. Wir sahen uns zusammen mit H.'s Freunden, die den Film ausgesucht hatten, "Black Panther" an. Darin wird die Geschichte des ersten schwarzen Superhelden im Comic-Universum erzählt, mit viel Action und politischen Aspekten an einem fiktiven Ort in Afrika. Mir fiel auf, dass die Kinobesucher alle zu johlen begannen, als in einer Szene im Museum das Wort "Ghana" einmal fiel. Ebenso brach der Kinosaal in Jubel aus, als König T'Challa alias Black Panther totgeglaubt den brennenden Trümmern eines abgestürzten Flugzeugs entsteigt, um sich dann in den Kampf mit seinem Widersacher Killmonger zu stürzen. Von der Kussszene am Schluss muss ich gar nicht erst reden.

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