Freitag, 14. Oktober 2022

Action in Brighton

Wie ich im letzten Blogbeitrag schon feststellen konnte, gibt es in Brighton sehr viel an Action und kuriosen Dingen zu erleben. Sogar einen kleinen Walk of Fame gibt es beim Brighton Marina. Dorthin fuhren wir mit der Volk's Electric Railway, der ältesten elektrischen Bahn der Welt, die an eine Bimmelbahn in Freizeitparks erinnert. 

Sie war zu den Seiten hin offen und führte den kompletten Weg über am Strand entlang. Beim Brighton Marina wartete eine ungeplante Dusche auf uns, als uns beim Laufen über einen Steg eine Welle über die Brüstung entgegenschwappte. Einen Moment waren wir etwas verblüfft, doch wussten, dass wir in der warmen Sonne blitzschnell wieder trocknen würden.

Als wir den Pier mit den zahlreichen Clubs und Beach Bars entlangliefen, stolperten wir fast in eine Meerjungfrauen-Party hinein, auf der die Frauen glitzernde Partykleider und jede Menge Schmuck im Haar oder bunte Perücken trugen. Ein großes Schild an der Seite deutete daraufhin, dass es sogar eine Meerjungfrauenparade gegeben hatte. L. deutete meinen Blick richtig, dass mich das durchaus auch gereizt hätte. Früher hatte ich das Meerjungfrauen-Kostüm auch gern als Verkleidung beim Karneval gewählt. Fast-Food-Buden, darunter auch viele mit veganen Optionen, reihten sich an bunte Strandhäuser. An dem Steinstrand befanden sich einige Liegen mit Badegästen, während von einem Festival Musik hinübertönte, doch der Strand war trotzdem nicht überlaufen. 

Im Zentrum besuchten wir einen riesigen Vintage-Laden, der einhergeht mit der nostalgischen Atmosphäre der Stadt, und konnten viele süße, pastellfarbene Straßencafés ausmachen. Dahinter befand sich der "Royal Palace", der von der Architektur etwas an den Taj Mahal erinnert.

Der Palast von George IV., der für seinen extravaganten Lebensstil bekannt war, erweckte zuerst nicht den Anschein, dass wir uns in England befanden. Dies sollte jedoch nicht das einzige ungewöhnliche Bauwerk bleiben, das wir an diesem Tag entdeckten: Am Strand gibt es ein kleines Upside Down House in hellblau, ein Haus, das auf dem Kopf steht. Darin Fotos zu machen, ist ein absolut witziges Erlebnis. Im Gegensatz zu anderen Upside Down Houses war auch der Fußboden leicht schräg, sodass es eine Herausforderung war, hindurch zu spazieren. Hier drinnen einen Kopfstand zu machen, stellte sich für mich genauso als nicht einfach heraus.

Wir fanden am Nachmittag einen Pavillon direkt am Meer, der einem Disneyfilm hätte entsprungen sein können. L. wird dieser besonders im Gedächtnis bleiben, denn als wir dort verweilten, sprach uns ein aus Schottland stammender Mann an und forderte sie zum Tanzen auf. Vielleicht hatte er geahnt, dass sie in ihrer Freizeit gern Paartänze einübt, und hatte nun Glück. Der Pavillon eignete sich aber auch wirklich als Ort zum Tanzen, fand ich. 
"Das werde ich meinen Enkelkindern später mal erzählen", beschloss L. später, als wir abends beim Palace Pier saßen und etwas aßen. "Dass ich in diesem Pavillon mit einem Schotten getanzt habe." Wir beide prusteten vor Lachen.


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