Nach der Überfahrt ging es mit dem Bus weiter nach Brüssel, einer der Umsteigebahnhöfe, an denen ich schon bei mehreren Reisen vorbeigekommen war. Von Brüssel aus fuhr ein Zug nach Köln, wo wir am späten Abend ankamen und es bereits dunkel war. Die letzten Jahre bin ich immer mal wieder in Köln gewesen und habe die Stadt in der Zeit sehr schätzen gelernt, mit der Brücke über die Donau und den zahlreichen Einkehrmöglichkeiten in der Altstadt. Da unser Anschlusszug erst am frühen Morgen fuhr, versuchten wir ein Restaurant oder eine Bar zu finden, die an einem Sonntagabend lange geöffnet hatte. Wir fanden eine am Donauufer, die immerhin bis kurz nach Mitternacht offen war.
Für die späte Uhrzeit war es noch unglaublich warm, sodass wir uns beide erstmal kühle Getränke genehmigten. Obwohl wir schon lange auf den Beinen waren, waren wir noch hellwach. Mir war bewusst, dass sich meine Müdigkeit spätestens dann bemerkbar machen würde, wenn ich wieder zuhause war, und ich dann einiges an Schlaf nachholen würde. Als der Laden schloss, hatten wir immer noch etwas Zeit, bis unser Zug abfuhr, und schlenderten mit unserem Gepäck um den beleuchteten Kölner Dom, der mir durch meine bisherigen Kölnbesuche sehr vertraut erschien. Um diese Uhrzeit war ich noch nicht hier gewesen und L. war fasziniert, den Kölner Dom bei dieser Gelegenheit kennen zu lernen - auch wenn es eine ungewöhnliche Uhrzeit war. Sobald wir im ICE saßen und der Morgen wenig später langsam dämmerte, dösten wir noch ein wenig, bis wir in unserer Heimatstadt ankamen. Beim Abschied am Bahnhof wussten wir beide, dass wir zuhause als Nächstes viel von unseren Eindrücken zu erzählen hatten, worauf wir uns als Nächstes freuten.



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