Am Tag unserer Abreise rollten F. und ich unsere Koffer in Richtung Bahnhof, um uns zeigte sich die Bergkulisse in warmen Sonnenschein. Da wir in unterschiedlichen Städten wohnten, nahmen wir jeweils einen anderen Zug und verabschiedeten uns bereits hier in Interlaken. Dies war unser erstes größeres Abenteuer, das wir seit Schulzeiten zusammen erlebt hatten. Den Abend zuvor hatten wir uns noch etwas zu trinken gekauft und uns damit auf die Höhenmatte gesetzt, die sich innerhalb Interlakens zu einer unserer Lieblingsplätze entwickelt hatte. Die Fallschirmspringer*innen waren wie zu nahezu jeder Tageszeit wieder anzutreffen.
Während ich in den Zug stieg, wurde mir noch einmal bewusst, dass ich die Natur in der Schweiz bisher stark unterschätzt hatte. Viele verbinden Schweiz mit Schokolade, Schweizer Uhren und internationalen Bankgeschäften. Doch ich habe nun ganz andere Bilder im Kopf, wenn ich an die Schweiz denke, auch wenn ich natürlich nur einen kleinen Teil von ihr gesehen habe. Das kleine, eigenbrötlerisch wirkende Land links unten von Deutschland, das mit der deutschen Bahn noch dazu leicht erreichbar ist, hat landschaftlich mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint. Die Lebenshaltungskosten mögen hoch sein, doch die Landschaften, die F. und ich in der kurzen Zeit erleben konnten, sind dies allemal wert. Die Berggipfel, kristallklaren Seen und nicht zuletzt die Wasserfälle, die es mir besonders angetan hatten, wirkten vor Ort auf mich weitaus beeindruckender, als Fotos mir das bisher vermitteln konnten.

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