Nach dem Frühstück traf ich meine Bekannte C. am Bahnhof, um mit ihr ein wenig Liverpool zu erkunden. Ich hatte C. vor mehreren Jahren auf der European Juggling Convention, dem größten Jonglierfestival Europas kennen gelernt. Um einigermaßen fit in Edinburgh anzukommen, wo ich L. treffen würde, die per Flugzeug anreiste, hatte ich mich entschieden, meinen geplanten Zwischenstopp in Liverpool einzulegen. Dort verbrachte zur gleichen Zeit C., die als Luftartistik-Performerin und Hundesitterin durch die Welt reist, einige Tage.
Seit ich den Aufenthalt in Liverpool geplant hatte, wusste ich, dass Liverpool die Geburtsstadt der Beatles ist und dementsprechend deren Spuren hier an vielen Ecken erkennbar sind. Am Hafen gibt es beispielsweise eine Beatles-Statue gegenüber von einem Museum, in dem neben Ausstellungen über andere Persönlichkeiten aus Liverpool auch kurze Dokumentationen über den Werdegang der Beatles gezeigt werden.Die Straßen im Zentrum waren mit vielen Blumen an den Hausfassaden bestückt und voll mit hippen Bars und Cafés. In einem kleinen Industriegebiet nahe des Zentrums gab es einiges an Streetart zu bewundern und ich fand wieder ein Paar Engelsflügel, vor dem ich ein Erinnerungsfoto schießen konnte. Auch die Beatles waren mehrfach an den Backsteinwänden verewigt.
Ich hatte ein Café ausfindig gemacht, das mit seiner Deko und seinem gesamten Design auf rosafarbene Blüten setzte: Durch die pastellfarbenen Möbel, einem künstlichen Kirschbaum mit kleinen Laternen inmitten des Cafés und weiß lasierten Dielen herrschte hier eine Leichtigkeit, die sich nach all meiner Aufregung, hier angekommen zu sein, übertrug. Die Yellow Submarine Bar, die sich an den gleichnamigen Beatles-Song anlehnt, hatte leider unerwartet geschlossen, doch ich zumindest von außen konnten wir sie bewundern.
Am Ende der Zeit in Liverpool konnte ich feststellen, dass Liverpool mir im Vergleich zur pulsierenden Metropole London wesentlich kleiner und weniger aufgeregt erschien, daher reichte mir die kurze Zeit dort auch vollkommen aus. Abends aß ich ein paar Bagels und stellte mir den Wecker für den nächsten Morgen: Edinburgh war nun nicht mehr weit.



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